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Titelaufnahme

Titel
Bluten von Beton : Prognosemodell zur baustellennahen Abschätzung der Wasserabgabe / Stefan Gamel
VerfasserGamel, Stefan
GutachterWu, Wei
Erschienen2009
UmfangVII, 84, A 43 Bl. : Ill., zahlr. graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Beton Bluten Hochrechnung Filterpresse Prognosemodell
Schlagwörter (EN)concrete bleeding, water loss, deep foundation
Schlagwörter (GND)Tiefbau / Beton / Bluten <Bauwesen> / Prognosemodell
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4554 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Bluten von Beton [1.96 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Seit einigen Jahren treten im Spezialtiefbau bei der Herstellung von Bohrpfählen und Schlitzwänden Probleme hinsichtlich der Frischbetonstabilität auf. Durch die Wasserabsonderung des Frischbetons (Bluten) entstehen Schadensbilder in Form von Nachsackungen fertig betonierter Oberflächen (Bohrpfahlkaries), optische Mängel an Sichtflächen von Schlitzwandelementen und Verringerung der Betondeckung bis hin zum Freilegen der Bewehrung. Das Bluten von Frischbeton ist von der Betonzusammensetzung und dem im Bauteil wirkenden Frischbetondruck abhängig. Die Bautechnische Prüf- und Versuchsanstalt hat zur Bestimmung des Blutens eine Betonfilterpresse speziell für den Einsatz im Spezialtiefbau entwickelt. Die Versuchsdauer des Auspressversuchs der Betonfilterpresse BPV beträgt 60 Minuten. Die ausgepresste Wassermenge wird kontinuierlich über die Versuchsdauer gesammelt und aufgezeichnet. In der jetzigen Form der Versuchsdurchführung ist eine Beurteilung des Betons auf Baustellen vor dem Einbau nur schwer möglich. Oftmals ist der zu prüfende Beton schon eingebaut bevor ein Ergebnis des Auspressversuchs vorliegt. Im Zuge dieser Arbeit wurde ein Prognosemodell entwickelt, das eine Hochrechnung nach 10 bzw. 15 Minuten Versuchsdauer auf das Endergebnis nach 60 Minuten ermöglicht. Die Berechnungsvorgänge des Prognosemodells wurden in einem einzigen Diagramm zusammengefasst. Dies ermöglicht dem Anwender auf den Baustellen eine einfache und schnell durchführbare Hochrechnung und somit eine rasche Beurteilung des Betons.

Zusammenfassung (Englisch)

In the past years, bleeding of fresh concrete has become a major concern for quality in foundation engineering particularly for bored piles and diaphragm walls. Bleeding may give rise to poor quality of foundation works, e.g. large settlement of concrete, which is known as caries in bored piles; poor surface finishing in diaphragm wall reduced concrete cover. The susceptibility of concrete to bleeding is known to depend on the composition (concrete recipe) and pressure in fresh concrete. Concrete bleeding is also a concern in structure engineering. The testing method for concrete bleeding in structure engineering is described in the Austrian Standard EN 480-4. In foundation engineering the pressure is usually higher and the concrete softer. As a consequence, the standard EN 480-4 is not well suited for bleeding in foundation engineering. To meet the special needs in foundation engineering, a mobile testing device has been developed at BPV (Bautechnische Prüf- und Versuchsanstalt). The device consists of a pressurized chamber with a filter-outlet in the bottom. During the test, some readings of the amount of water squeezed out of the fresh concrete in the chamber are taken. A bleeding test will take about one hour. While this device presents an improvement to the testing method in EN 480-4, the testing time is still too long for some construction sites. In the present thesis, an empirical model is discussed, which allows a reliable prediction of the susceptibility to bleeding based on the testing results in the first 10 to 15 minutes. The model is based on the relationships in a single storage. Some correlations among the parameters are worked out. The calculations are summarized in diagrams, which allow easy handling and fast calculation on site.