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Titelaufnahme

Titel
Wechselwirkung zwischen Hochwasserabflüssen und morphodynamischen Prozessen / eingereicht von: Wagner Beatrice
VerfasserWagner, Beatrice
Betreuer / BetreuerinHabersack, Helmut
Erschienen2009
UmfangXXI, 183 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)morphodynamische Prozesse Hochwasser 2005 hydrodynamisch-numerisches Modell Gerinnemorphologie Lech
Schlagwörter (EN)morphodynamic processes flood flow 2005 hydrodynamic-numerical model channel morphology Lech
Schlagwörter (GND)Lech <Fluss> / Hochwasser / Flusslauf / Geschichte 2004
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4439 Persistent Identifier (URN)
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Wechselwirkung zwischen Hochwasserabflüssen und morphodynamischen Prozessen [7.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurden die Auswirkungen des Hochwasserereignisses vom August 2005 (bis zu 943 m/s Abfluss, 5000 Jährlichkeit) auf die Gerinnemorphologie des österreichischen Flusses Lech über eine Flusslänge von 49 km auf qualitativer und quantitativer Basis untersucht. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die Wechselwirkung von Hochwasserabflüssen und morphodynamischen Prozessen zu entwickeln. Auf Basis des River Scaling Concept wurden im Untersuchungsgebiet 14 hochwasserbasierte morphodynamische Prozesse (10 Seitenerosionen, 3 Umlagerungen und 1 Verwerfung) ausgewiesen, die mit Hilfe des hydrodynamisch-numerischen Models HEC-RAS©, historischer Karten der Dritten Landesaufnahme von 1869 bis 1887 sowie Luftbildern aus dem Jahr 2000 und vom Hochwasser 2005 analysiert wurden. Der Vergleich morphodynamisch aktiver Prozessstellen mit nicht aktiven Flussabschnitten auf Basis der Gerinnegeometrie aus dem Jahr 1992 sowie die Gegenüberstellung der Gerinnegeometrie aus dem Jahr 1992 mit jener nach dem Hochwasser 2005 (Prozess 12) ermöglichten es, erste Erkenntnisse hinsichtlich der Eignung verschiedener Parameter als Indikator für morphodynamische Aktivität zu erhalten. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere die Parameter Specific Stream Power und Froude-Zahl gute Indikatortauglichkeit zeigten. Ergänzend konnte mit Hilfe historischer Karten, der Regimegleichung nach BRAY sowie dem Ansatz zur Abschätzung der maximalen Gewässerbreite nach SCHMAUTZ Stabilität an morphodynamisch nicht aktiven Flussabschnitten und Instabilität an Prozessstellen nachgewiesen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The impact of the extreme flood in August 2005 (up to 943 m/s discharge, with an approximated 5000 year return period flow) on the channel morphology of the Austrian gravel-bed river Lech (over 49 running kilometers) was investigated in terms of quality and quantity. The aim of this work was to develop a better understanding of the interaction between flood flows and morphodynamic processes. Based on the River Scaling Concept, 14 flood-based morphodynamic processes (10 lateral erosions, 3 sediment relocations und 1 natural dislocation) were determined. The hydrodynamic-numerical model HEC-RAS©, historical maps from the third surveying in the period 1869 to 1887 and aerial photographs from 2000 and the flood in 2005 were used to analyse the morphodynamic processes. The comparison of morphodynamically active and inactive river reaches, based on channel geometry data from 1992, as well as the analysis of the channel geometry data from 1992 and after the flood in 2005, allowed to estimate the ability of various parameters to act as indicators for morphodynamic effectiveness. In that context, it turned out that the parameters Specific Stream Power and Froude-number are good indicators. Moreover, the stability of morphodynamically inactive river reaches as well as the instability of reaches with morphodynamic activity could be demonstrated by performing an analysis of historical maps, applying the regime-equation according to BRAY and a novel approach to estimate the maximum river width (SCHMAUTZ).