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Titelaufnahme

Titel
Fütterungsbezogene Einflussfaktoren auf Milchinhaltsstoffe bei Bio-Milchkühen in Nordtirol : eine Feldstudie / vorgelegt von Petra Seebacher
VerfasserSeebacher, Petra
GutachterZollitsch, Werner
Erschienen2010
UmfangIII, 90 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)biologische Landwirtschaft Tirol Milchkühe Fütterung Milcheiweiß Milchharnstoff Heu
Schlagwörter (EN)organic agriculture dairy cows milk urea milk protein feed Tyrol hay
Schlagwörter (GND)Nordtirol / Biologische Landwirtschaft / Milchkuh / Fütterung / Milch / Inhaltsstoff
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4368 Persistent Identifier (URN)
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Fütterungsbezogene Einflussfaktoren auf Milchinhaltsstoffe bei Bio-Milchkühen in Nordtirol [0.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den alpinen Gebieten Österreichs stehen die extensiv wirtschaftenden Bauern aufgrund zahlreicher Faktoren wie Topografie, klimatischer und wirtschaftlicher Bedingungen und der Kleinstrukturiertheit besonders im Milchviehbereich vor einer großen Herausforderung. Für biologisch wirtschaftende Betriebe sind die verfügbaren Kraftfuttermittel stark limitiert oder es ist aus ökonomischer Sicht nicht rentabel ausreichend Kraftfutter zuzukaufen. Hohe Kraftfuttergaben entsprechen auch nicht den ökologischen, kreislauforientieren Ansätzen im Bio-Bereich. Es wurde mittels Befragung das Fütterungsmanagement und die Grünlandbewirtschaftung erhoben sowie die Milchleistungsdaten von den Monaten Oktober 2009 bis Februar 2010 einer näheren statistischen Betrachtung unterzogen. Des Weiteren wurden Futteranalysen des Heus vom ersten und zweiten Schnitt auf den Betrieben gezogen und nach der Weender Analyse untersucht. Die Analysewerte wurden schließlich in Bezug auf die Milchleistungsdaten, vor allem mit den Milchinhaltsstoffen Fettgehalt, Eiweißgehalt und Harnstoffgehalt verglichen. Die Futteranalysen ergaben hohe Rohfasergehalte und in Folge niedrige Rohproteingehalte, dies hat eine wesentliche Auswirkung auf den Harnstoffgehalt in der Milch, der bei allen Betrieben knapp an dem in der Literatur empfohlenen Richtwert von 15 mg /100ml Milch liegt. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem niederen Rohfasergehalt und dem etwas höherem Energiegehalt im Futter und dem niederen Harnstoffwert in der Milch. Ebenso korrespondiert der niedere Rohfasergehalt und höhere Energiegehalt im Futter mit dem Milcheiweißgehalt. Für den niederen Fettgehalt in der Milch, der bei durchschnittlich 3,79 % liegt, konnte keine Erklärung gefunden werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the western part of Austria the majority of small scale farmers are exposed to highly variable production conditions such as topography, climate, economic factors and the small structure of the farms especially in the mountain region. For a majority of organic dairy farmers this constitutes a great future challenge. Concerning the feed resources, concentrates are limited at the organic market or their price is high from the economic perspective of the farmers. Furthermore, feeding high amounts of concentrate should not be practiced in an organic dairy production system, where ecological and sustainability aspects are important goals to be met. The following master thesis was conducted on 15 organic farms in the Tyrolean districts of Kufstein and Kitzbühel. The following data were recorded: information about feeding management and pasture management was collected during a semi- structured interview; milk yield and milk solids including urea were taken from the performance testing records for the period from October 2009 to February 2010; nutritional value of the hay was analyzed and compared with the milk yield and milk solids content. Overall the relatively low milk urea content (on average 15 mg/100 ml milk) corresponded with a lower crude fibre and somewhat higher energy content of the hay. A reverse relationship was found for milk protein. No obvious explanation could be found for the relatively low milk fat content of 3.79 % on average.