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Titelaufnahme

Titel
Genetische Parameter für Trächtigkeitsdauer, Kalbeverlauf, Totgeburtenrate und frühe Fruchtbarkeitsstörungen bei Fleckvieh-Rindern / vorgelegt von Georg Sattlecker
VerfasserSattlecker, Georg
GutachterSölkner, Johann ; Eaglen, Sophie A. E.
Erschienen2014
UmfangI, 61 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Rind, Heritabilität, genetische Korrelation, Trächtigkeitsdauer, Totgeburtenrate, Kalbeverlauf, frühe Fruchtbarkeitsstörungen
Schlagwörter (EN)cattle, heritabikity, genetic correlation, gestation length, still birth, calving ease, early fertility disorders
Schlagwörter (GND)Fleckvieh / Fertilitätsstörung / Totgeburt / Geburt / Trächtigkeit / Genanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3831 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Genetische Parameter für Trächtigkeitsdauer, Kalbeverlauf, Totgeburtenrate und frühe Fruchtbarkeitsstörungen bei Fleckvieh-Rindern [1.56 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Trächtigkeit und Abkalbung sind ein wichtiges Thema in der Rinderzucht. Es wurde für die Rasse Fleckvieh eine genetische Analyse der Merkmale Trächtigkeitsdauer, Kalbeverlauf, Totgeburtenrate und frühe Fruchtbarkeitsstörungen durchgeführt. Erstlingskühe weisen eine deutlich kürzere Trächtigkeitsdauer als Tiere mit mehr Abkalbungen auf, ebenfalls zeigen sie erhöhte Kalbeschwierigkeiten und Totgeburtenraten. Männliche Kälber weisen eine höhere Totgeburtenrate als weibliche Kälber auf. Schwer geborene Kälber zeigen eine höhere Tendenz für eine Totgeburt. Frühe Fruchtbarkeitsstörungen treten häufiger bei kurzen und langen Trächtigkeitsdauern auf. Die phänotypische Beziehung zwischen Trächtigkeitsdauer und Totgeburtenrate und frühe Fruchtbarkeitsstörungen ist deutlich nichtlinear. Kühe mit sehr kurzen und sehr langen Trächtigkeiten zeigen erhöhte Totgeburtenraten und vermehrt frühe Fruchtbarkeitsstörungen. Für das Merkmal Trächtigkeitsdauer wurde eine hohe Heritabilität von 0,563 festgestellt, wobei der maternale Wert 0,095 beträgt. Für Kalbeverlauf, Totgeburtenrate und frühe Fruchtbarkeitsstörungen wurden sehr niedrige Heritabilitäten ermittelt. Die genetische Korrelation zwischen Kalbeverlauf und Totgeburtenrate ist hoch. Weiters wurde ein Einfluss der Trächtigkeitsdauer auf die Merkmale Totgeburtenrate und Kalbeverlauf festgestellt. Es ist allerdings zu bedenken, dass genetische Korrelationen nicht die nichtlineare Beziehung zwischen Trächtigkeitsdauer und anderen Merkmalen abbilden kann. Die Trächtigkeitsdauer könnte indirekt eine Selektion auf besseren Kalbeverlauf und eine bessere Totgeburtenrate ermöglichen, da signifikante genetische Korrelationen und hohe Heritabilitäten vorliegen. Es muss darauf geachtet werden, dass extreme Abweichungen in beiden Richtungen negativ auf Totgeburten und frühe Fruchtbarkeitsstörungen wirken. Dies wird durch konventionelle Methoden der Mehrmerkmalsselektion nicht berücksichtigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Gestation and calving ease are parameters with a very important role in cattle production. This master thesis should give an overview for several related traits for the breed Fleckvieh. Genetic analyses of the traits gestation length, calving ease, stillbirth and early reproductive disorders are presented. For gestation length, there is a difference between first and later parities, with first calving cows showing a shorter gestation length. Also, calving difficulties and stillborn calves are more often observed in first parity cows than in later parities. Male calves are stillborn more frequently than female calves. There is a positive correlation between calving difficulties and rates of stillbirth. Early reproductive disorders occur more frequently after short and long gestation. The phenotypic relationships between gestation length and stillbirth rate as well as early reproductive disorders are strongly non-linear. Cows with a very short and a very long gestation length show a higher stillbirth rate and more frequent early reproductive disorders. Gestation length shows the highest heritability with 0.536 for direct and 0.095 for maternal effects. For the traits calving ease, stillbirth and early reproductive disorders the heritabilities are low. Genetic correlations between the traits are not always significant, because of small values. Significant genetic correlations were found between calving ease and stillbirth as well as between gestation length and stillbirth and calving ease. By definition, genetic correlations are not able to indicate non-linear relationships between traits. Due to its high heritability, gestation length has the potential of being a valuable trait for indirect selection for stillbirth and early reproductive disorders. For that to be implemented, the current selection index methodology considering only linear relationships between traits needs to be modified.