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Titelaufnahme

Titel
Vergleichende Bodenuntersuchungen in reinen und gemischten Fichten- und Buchenbeständen auf Flysch und Molasse / eingereicht von Klaus Dolschak
VerfasserDolschak, Klaus
GutachterBerger, Torsten Winfried
Erschienen2010
Umfang156 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Waldbodenversauerung, Waldernährung, Flyschzone, Molassezone, Pseudogley, Podsol.
Schlagwörter (EN)Acid deposition, Soil leaching, Forest nutrition, Picea abies, Fagus sylvatica, Podzol, Stagnosol.
Schlagwörter (GND)Fichtenwald / Buchenwald / Mischwald / Fichte / Buche / Bodenanalyse / Flysch / Molasse
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3696 Persistent Identifier (URN)
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Vergleichende Bodenuntersuchungen in reinen und gemischten Fichten- und Buchenbeständen auf Flysch und Molasse [7.92 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der Arbeit war eine physikalisch - chemische Bodenuntersuchung auf 6 verschiedenen, submontanen Waldstandorten der österreichischen Flysch- und Molassezone. Auf jedem dieser Standorte wurden 3 unterschiedliche Varianten der Baumartenbestockung beprobt: Reine Fichtenbestände (Picea abies L. Karst), Mischbestände aus Fichten und Buchen (Fagus sylvatica L.) und reine Buchenbestände. Bei der Probeflächenwahl wurde, innerhalb der Standorte, Wert auf geographische Nachbarschaft sowie auf topographische Gleichartigkeit wie Seehöhe und Exposition gelegt. Durch die Übereinstimmung der Rahmenbedingungen gilt die Annahme, dass Unterschiede innerhalb der Bodenparameter auf unterschiedliche Baumartenzusammensetzungen zurückzuführen sind. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Einflussfaktoren Baumartenzusammensetzung sowie Ausgangsmaterial der Bodenbildung auf physikalische und(pflanzenernährungstechnisch relevante) chemische Bodenparameter. Obwohl bei beiden geologischen Varianten eine humusanreichernde Wirkung der Fichtenbestände nachgewiesen werden konnte, zeigt sich der daraus resultierende versauernde Effekt nur bei den Fichtenbeständen der Flyschzone (Pseudogley). Als Ursachen für die ausbleibende Versauerung der Fichtenbestände auf Molasseuntergrund (Podsol) kommen die logarithmische Skalierung des pH-Werts, die hohe Pufferkapazität des Aluminiumpufferbereichs und eine reduzierte H+-Abgabe der Pflanzenwurzeln, bedingt durch die geringe Basensättigung auf Molassestandorten, in Frage. Erwartungsgemäß steigt auf Standorten der Flyschzone die Basensättigung mit höher werdendem pH-Wert. Hingegen sinkt auf Molassestandorten die Basensättigung mit Steigen des pH-Werts. Ein Zusammenhang mit einer Akkumulation von organischer Substanz, durch eine gehemmte Umsetzungsdynamik bei sauren Bodenbedingungen, scheint plausibel. Die Buchenbestände der Flyschzone zeigen in der Auflage (Mullhumus) C/N- bzw. C/P-Verhältnisse, welche Moder- bzw. Rohhumusformen entsprechen. Ausgelöst durch eine hohe biologische Aktivität, kommt es an diesen Standorten zu einer raschen Verlagerung der Elemente N und P in tiefere Horizonte.

Zusammenfassung (Englisch)

Goal of this thesis was the analysis of physical and chemical soil parameters on 6 different forest sites, located in the Austrian Flysch and Molasse region. Each site was divided into 3 plots: pure Norway spruce (Picea abies L. Karst) stand, mixed beech-spruce stand and pure beech (Fagus sylvatica L.) stand. These plots of different species composition were chosen for comparable site conditions, justifying the assumption that differences of soil parameters were caused by tree species composition and bedrock only. A build-up of humus under pure spruce stands was measured on both bedrocks. Acidifying effects of pure spruce were significant on Flysch-sites only (Stagnosol). On Molasse-sites (Podzol), base saturation declined with increasing soil-pH. This surprising result may be explained by inhibition of decomposition at low pH-values, coupled with accumulation of organic matter and consequently higher cation exchange capacities. Under beech stands on Flysch, the humus type was classified as mull, although C:N- and C:P ratios were in ranges, typically for moder and mor. On Flysch, high biological activity caused translocation of N and P into deeper soil horizons.