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Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung der anthropogenen Nutzungen im Wiener Anteil am Nationalpark Donauauen, der Lobau, zwischen 1826 und 2006 / verf. von Monika Pusz
VerfasserPusz, Monika
GutachterMuhar, Susanne
Erschienen2009
Umfang117 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Lobau Nutzung Jagd Forstwirtschaft Landwirtschaft Naturschutz Fischerei Trinkwasser Freizeitnutzung
Schlagwörter (EN)Lobau utilization hunt forest ry agriculture conservation fishery drinking water recreation
Schlagwörter (GND)Nationalpark Donau-Auen / Lobau / Landnutzung / Geschichte 1826-2006
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3687 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung der anthropogenen Nutzungen im Wiener Anteil am Nationalpark Donauauen, der Lobau, zwischen 1826 und 2006 [1.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese, im Rahmen des Projektes Provision OPTIMA Lobau erstellte Diplomarbeit umfasst eine qualitative Landnutzungsanalyse der Wiener Lobau. Der Einfluss der anthropogenen Nutzungen auf das Gebiet der Lobau war im Laufe ihrer Geschichte sehr vielseitig. Die über Jahrhunderte durch die Dynamik der Donau geprägte Landschaft erfuhr bis zum Zusammenbruch der Monarchie in Österreich, bedingt durch die vorherrschenden Besitzverhältnisse, eine starke Dominanz der jagdlichen Nutzung. Die periodisch auftretenden Hochwässer und die damit einhergehenden Umlagerungsprozesse stellten den hemmenden Faktor für die Intensivierung und den Einzug von neuen Nutzungen dar. Mit der großen Donauregulierung Ende des 19. Jahrhunderts und den damit verbundenen Veränderungen der Aulandschaft setzte in der Lobau eine Intensivierung der forst- und landwirtschaftlichen Nutzung ein. Durch die Schaffung von neuen Flächen, die einer Gefahr der Überschwemmung nicht mehr ausgesetzt waren, konnten weitere Nutzungen in diesem Gebiet etabliert werden. In der Zwischenkriegszeit und während des 2. Weltkrieges wurden die Entwicklungsprozesse der Nutzungen weitgehend beschleunigt. In den 1960-er Jahren begann die Stadt Wien auf Grund des immer höheren Anstiegs des Wasserverbrauchs der Wiener Bevölkerung mit der Nutzung des Grundwasservorkommens der Lobau. In den letzten Jahrzehnten stieg die Bedeutung der Erholung und der Freizeitnutzung wie auch des Naturschutzes stark an. Die seit 1996 unter der Schutzkategorie „Nationalpark“ stehende Wiener Lobau findet einen hohen Andrang an Erholungssuchenden, die jährlich mit einer Anzahl von mehr als einer halben Million das Gebiet aufsuchen. Auf dem Gebiet der Lobau wird eine gezielte Besucherlenkung geführt, welche als Hauptaufgabe die Bildung und das Naturerlebnis der Bevölkerung hat. Trotz der Widmung der Lobau als Nationalpark weist das Gebiet eine starke anthropogene Prägung auf.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis, which was conducted in the framework of the project ”OPTIMA Lobau” comprises a qualitative analysis of human uses in the Viennese Lobau. In the past anthropogenic uses in the area of the Lobau were highly diverse. Until the breakdown of the Austrian monarchy the landscape, which was influenced by the dynamics of the Danube and the ownership relations, was dominated by an intense hunting use and game management. Limiting factors for an increase of use for e. g. agriculture and the appearance of new utilizations were the periodically occurring floods and the therewith connected morphodynamic processes. With the great regulation of the Danube at the end of the 19th century and the subsequent changes in the floodplain area an intensification of the silvicultural and agricultural use started. By creating new sites, which were not exposed to the danger of flooding anymore, new utilizations could have been established in this area. During the interwar time and the time of World War II., the intensity and diversification of the utilizations accelerated. In the 1960s, the city of Vienna started to use the ground-water of the Lobau because of a rise in water consumption of the Viennese population. In the last decades the importance of the Lobau as recovering and recreation area as well as its importance as nature protection reserve increased strongly. The Viennese Lobau, since 1996 listed under the protection status „National Park“, has more than half a million visitors yearly. A visitor management is conducted with the main aim to educate people and to provide the possibility to experience nature. Although the area is assigned as a national park, it shows from an ecological point of view strong anthropogenic influences.