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Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Restwasser auf das Makrozoobenthos des Gampadelsbaches / eingereicht von: Karin Zandler
VerfasserZandler, Karin
GutachterMoog, Otto
Erschienen2012
UmfangXII, 289 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Restwasser Makrozoobenthos Gebirgsbach Zustandsbewertung Gebirge
Schlagwörter (EN)residual flow reduced discharge macroinvertebrates headwater alpine
Schlagwörter (GND)Gampadelsbach / Makrozoobenthos
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3654 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Restwasser auf das Makrozoobenthos des Gampadelsbaches [6.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Alpine Fließgewässer sind durch wechselnden Abfluss, niedrige Temperaturen und niedrigen organischen Materialeintrag gekennzeichnet. Diese Umweltfaktoren resultieren in der Entwicklung einer hoch angepassten Makrozoobenthos-Zönose (MZB). Wasserentzug führt zu einer Änderung der Umweltbedingungen, weshalb es zu Abundanz-, und Biomasse-Schwankungen sowie Artenänderungen der MZB-Bioindikatoren kommen kann. Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss einer permanenten Restwassersituation auf das MZB des Gampadelsbach, einem Gebirgsbach mit nivalem Regime in Vorarlberg, Österreich. Die im Untersuchungszeitraum berechnete Restwasserführung von 65l/s beträgt etwa das 1-fache des im Bescheid vorgeschriebenen Minimalwertes. Bei der von GRASSER & MOOG für den guten Zustand geforderten Restwassermenge von 1550% des MQMonat liegt der Gampadelsbach bei 17%. Die Artenzusammensetzung der Referenzstelle und zweier darunter liegender Restwasserstrecken wurde mit Ähnlichkeits-, Cluster- und NMS-Analysen verglichen. Mit SPSS, EXCEL und Ecoprof wurden die Abundanz- und Biomasseverteilung, die funktionellen Ernährungstypen und die Längenzonation analysiert. Die mögliche Degradation der Restwasserstellen in Form von Abundanz-, Biomasse- und Artenabnahme blieb aus. Die Ernährungstypenverteilung und die Längenzonation zeigten keine Verschiebung, die in diesem Rahmen nicht auch in unbeeinflussten Fließstrecken vorkommen würde. Es gab kein erhöhtes Vorkommen von limnophilen Taxa im Restwasser, zumal die erwartete Verkleinerung der Korndurchmesser hier nicht festgestellt wurde. Da der bettbildende Abfluss für eine ähnliche Substratverteilung in den Mesohabitaten Riffle und Pool sorgte, waren keine Zusammenhänge zwischen Faunenverteilung und Substrat erkennbar. Alle festgestellten Artenunterschiede sind durch hydraulische Parameter (v.a. Fließgeschwindigkeit) begründbar. Als Konklusion kann gesagt werden, dass die Dotation für die Ausbildung einer intakten Zönose ausreichend ist.

Zusammenfassung (Englisch)

High-mountain stream ecosystems are controlled by abiotic factors such as frequently fluctuating discharge, low temperatures and low input of organic matter. This leads to the development of a specialised zoobenthic assemblage. Water abstraction can result in a change of main factors (e.g. flow velocity) and in a variation of abundance, biomass and species composition. This master thesis evaluates the effect of reduced discharge on the benthic community in the Gampadelsbach, an Alpine stream with nival runoff regime in the non glacial Central Alps in Vorarlberg, Austria. In the investigation time the residual discharge exceeded the mandatory minimum discharge by a factor of 1 . Multi- and Single-Habitat-Samples were taken from 3 sites (1 Reference & 2 residual flow). The species composition between sites was analysed with similarity-indices, Cluster- and NMS-analysis. A comparison of abundance- and biomass-distribution, functional feeding groups and longitudinal zonation with SPSS and Ecoprof followed. There was no degradation of the reduced discharge sites in terms of abundance-, biomass- and taxa-reduction. The functional feeding groups and longitudinal zonation valences showed no shift that would not occur in natural sites as well. There was no increased incidence of limnophil taxa in the water abstraction sites. The riffle and pool habitats displayed a typical segregation regarding the flow velocity, so that in pool habitats rheobiont Taxa were absent. The substrate-type revealed no correlation with the faunal assemblage, because the lithal substrate-size was deposited during periods of high discharge and does not mirror the present flow conditions. In conclusion, the present discharge release is suitable for the development of an intact Macroinvertebrate community.