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Titelaufnahme

Titel
Ökologische Landwirtschaft im Steirischen Vulkanland - hemmende und fördernde Faktoren sowie Chancen durch die ökologische Landwirtschaft für die Region / verfasst von: Manfred Hödl
VerfasserHödl, Manfred
Betreuer / BetreuerinVogl, Christian R.
Erschienen2011
Umfang153 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)ökologische Landwirtschaft hemmende und fördernde Faktoren Rahmenbedingungen für einen hohen Anteil an Biobetrieben Steirisches Vulkanland Vorteile durch die Schaffung einer Bioregion
Schlagwörter (GND)Mittelsteiermark / Biologische Landwirtschaft / Regionalentwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3248 Persistent Identifier (URN)
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Ökologische Landwirtschaft im Steirischen Vulkanland - hemmende und fördernde Faktoren sowie Chancen durch die ökologische Landwirtschaft für die Region [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Steirischen Vulkanland lag der Anteil an Biobetrieben im Jahr 2009 bei relativ niedrigen 4,2%. Demnach wurde in dieser Diplomarbeit wurde der Frage nachgegangen, welche hemmenden und fördernden Faktoren es in der Region für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft gibt, und welche Rahmenbedingungen notwendig wären, um den Anteil an Biobetrieben signifikant zu steigern. Außerdem wurde untersucht, inwiefern die Region davon profitieren könnte, sich zu einer „Bioregion“ zu entwickeln. In 27 qualitativen Interviews mit konventionellen Bauern, Biobauern und Experten wurden als bedeutendste hemmende Faktoren unpassende Strukturverhältnisse in der Forschungsregion (kleinstrukturierte Landwirtschaft, meist im Nebenerwerb intensiv betrieben), ein Mangel an Informationen konventioneller Landwirte, sowie ein unzureichendes Beratungsangebot über ökologische Landwirtschaft innerhalb der Region festgestellt. Zudem wirken Mehrarbeit, hohe Investitionskosten, ungesicherte Vermarktungsmöglichkeiten und eine hohes Preisbewusstsein heimischer Konsumenten einer Umstellung entgegen. Einer Umstellung förderlich sind Faktoren wie die persönliche Überzeugung der Landwirte, eine starke mediale Präsenz der ökologischen Landwirtschaft, teilweise gute Vermarktungsmöglichkeiten besonders im ökologischen Anbau von Sonderkulturen, sowie eine Verringerung von Erosionen im Ackerbau. Um den Anteil an Biobetrieben in der Region zu erhöhen, forderten die Befragten gute Vermarktungsmöglichkeiten, höhere Preise für ihre Produkte und eine stärkere Förderung der ökologischen Landwirtschaft seitens der Politik und der Interessensvertretung der Bauern. Verbessertes Bio-Beratungsangebot und Bewusstseinsbildung über ökologische Landwirtschaft sowohl bei Produzenten als auch Konsumenten wurde als notwendige Voraussetzungen gesehen. Die Befragten sahen Vorteile in der Gründung einer Bioregion und erwarteten sich dadurch eine gesteigerte Attraktivität der Region und positive Auswirkungen auf den Tourismus und auf alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Zur Umsetzung einer Bioregion wäre das gemeinsame Auftreten von Regionalpolitik, Interessensvertretung der Bauern und landwirtschaftlichem Schulwesen notwendig um Landwirten den Ökolandbau näher zu bringen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the region „Steirisches Vulkanland“ (Austria) the proportion of organic farms was at relatively low 4,2% in the year 2009. For this reason barriers and motives for a conversion to organic farming in the region were explored. Furthermore it was investigated which preconditions would be necessary to increase the proportion of organic farms. It was also assessed which advantages the establishment of a so called “Eco-region” would have for the region. 27 qualitative interviews with conventional farmers, organic farmers and experts were conducted. Agricultural structures in the region (very smallstructured agriculture, mostly operated intensively and part-time) do not favor conversion, and a lack of information and access to local organic advisory service exist in the region. Furthermore additional work, high costs for investments, uncertain market situation for organic products and a high price consciousness of local consumers are additional restraining factors for a conversion. Motives to convert a farm to organic production are the personal conviction of the organic producers, a strong presence of organic farming and organic products in the media, good marketing possibilities for certain products, especially for organic fruits and wine, and a reduction of erosion in the cultivation of organic crops. To achieve a higher proportion of organic farms, the interviewees claimed good marketing possibilities for organic products at higher prices, and a stronger support by policy representatives and the Chamber for Agriculture. The interviewees expressed the necessity to establish a better organic advisory service and to raise the awareness for organic farming of both producers and consumers in the region. The respondents saw advantages in the foundation of an Eco-region, and expected increased attractiveness of the region and positive impact on tourism as well as for all actors along the value chain. To establish an Eco-region, cooperation between regional policy, the Chamber of Agriculture and the agricultural school system would be necessary to support and increase organic farming.