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Titelaufnahme

Titel
Differential space use and endoparasite costs of alternative male mating tactics in alpine chamois / submitted by Michel Dostert
VerfasserDostert, Michel
GutachterHackländer, Klaus ; Corlatti, Luca
Erschienen2013
UmfangIII, 30 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Alternative Paarungstaktiken, Territorialität, Gamswild, Fortpflanzungsstrategien, Parasitenbelastung, Stresshormone
Schlagwörter (EN)alternative mating tactics, AMTs, territoriality, Alpine chamois, mating strategies, parasite load, FCM, FAM
Schlagwörter (GND)Gämse / Männchen / Territorialverhalten / Endoparasit / Sexualverhalten
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3119 Persistent Identifier (URN)
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Differential space use and endoparasite costs of alternative male mating tactics in alpine chamois [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Alpengams Rupicapra rupicapra ist eine Schalenwildart des Gebirges mit einer weitläufigen Verbreitung, welche sich von Westeuropa aus bis nach Kleinasien erstreckt. Rezente Studien haben alternative männliche Fortpflanzungstaktiken untersucht, dennoch bleiben immer noch viele Fragen offen. Manche Böcke entscheiden sich für ein territoriales Verhalten während andere es bevorzugen sich den höheren Aufwand, welcher mit dem Besetzen eines Territoriums auftritt, zu ersparen. Territorialität ermöglicht wahrscheinlich einen höheren Fortpflanzungserfolg, bedingt aber auch höhere Kosten. In dieser Untersuchung wurden 19 Gamsböcke mit mit VHF- und GPS-Halsbändern versehen und bezüglich ihrer relativen Fraßzeiten, Seehöhe, Parasitenlast und Hormonwerte verglichen. Dem liegen die Hypothesen zugrunde dass territoriale Böcke a)niedrige Seehöhen bevorzugen, b) höhere Parasitenlasten tragen, c) stärkerem Stress ausgesetzt sind und d) längere Fraßzeiten zeigen würden als nichterritoriale Böcke. Generell würden e) die Seehöhe, das Paarungsverhalten und das Alter die erwähnten Varibalen beeinflussen. Territoriale Männchen bevorzugten signifikant niedrigere Seehöhen, hatten allerdings keine signifikant niedrigeren Parasitenlasten, fäkale Androgenmetabolitenwerte oder relative Fraßzeiten im Vergleich zu nichterritorialen Männchen. Letztere zeigten leicht höhere fäkale Cortisolmetabolitenwerte. Generell korrelierten die fäkalen Cortisolmetabolitenwerte positiv mit der Seehöhe. Während die territorialen Böcke höhere Kosten für ihr Verhalten während der Brunft bezahlen, scheinen diese Ausgaben während dem Sommer eher gering, dies wahrscheinlich da in dieser Zeit weniger Konkurrenz um Ressourcen und intrasexuelle Agression stattfinden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Northern chamois Rupicapra rupicapra is a mountain ungulate with a wide distribution ranging from Western Europe to Asia Minor. Recent studies have investigated alternative male mating tactics, yet still many questions remain unanswered. While some males adopt a territorial behaviour, other animals avoid the effort implied to occupying territories. Territoriality is likely to be associated with greater mating benefits, but also with greater costs. In this study, 19 radio- and GPS-collared males were monitored to investigate relative feeding time, elevation, parasite and hormone metabolite levels. The hypotheses were that territorial males would a) inhabit lower elevations, b) have higher parasite loads, c) have higher levels of stress and d) show greater relative feeding time than nonterritorial males. Generally speaking, e) elevation, mating behaviour and age should influence the mentioned variables. Territorial males used significantly lower elevations, but did not show significantly higher parasite burden, higher faecal androgen metabolite levels, or greater feeding activity than nonterritorials. Nonterritorial males showed a slightly higher level of faecal cortisol metabolites. Only faecal cortisol metabolite values were positively related to elevation. While territorial males pay greater costs for their behaviour during the rut, costs appear low during the summer months, likely due to less competition for resources and to lack of intrasexual aggression.