Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Simulation von Schnee- und Eisschmelzprozessen im hochalpinen Raum / ausgeführt durch Gernot Michlmayr
VerfasserMichlmayr, Gernot
GutachterHolzmann, Hubert
Erschienen2007
Umfang130 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Modellierung Gletscherschmelze Schneephysik Hydrologie Glaziologie
Schlagwörter (EN)glacier snow physics hydrology glaciology
Schlagwörter (GND)Goldbergkees / Schneeschmelze / Computersimulation / Goldbergkees / Gletscherrückzug / Computersimulation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3074 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Simulation von Schnee- und Eisschmelzprozessen im hochalpinen Raum [5.27 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Prozessen der Schnee- und Eisschmelze im Gebiet des Goldbergkees, einem Gletscher der Hohen Tauern. Durch das 1886 gegründete Hochgebirgsobservatorium am Gipfel des Hohen Sonnblicks liegen für das Gebiet detaillierte meteorologische bzw. glaziologische Aufzeichnungen vor. Schnee- und Eisschmelze bestimmen zusammen mit der Akkumulation des festen Niederschlages die Massenänderung eines Gletschers; gleichzeitig wird dabei Wasser freigesetzt, welches als Gletscherabfluss das System verlässt. Für die Berechnung dieser Prozesse wurde das Computermodell Alpine3D verwendet. Alpine3D ist ein physikalisch basiertes Oberflächenprozessmodell und wurde am eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) entwickelt. Das Programm ist durch seine besondere Ausrichtung auf Schneedeckenprozesse sowie die vollverteilte Berechnungsweise besonders für die Modellierung alpiner Gebiete geeignet. Im Rahmen dieser Arbeit wird die Modellbildung mit Alpine3D beschrieben. Die Modellresultate werden anschließend mit gemessenen Daten verglichen, und anhand eines Evaluierungskonzeptes bewertet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Simulation der jährlichen Massenbilanz sowie des hydrologischen Abflusses am Gebietsauslass gelegt. Die Evaluierung anhand mehrerer Kriterien erlaubt eine differenzierte Beurteilung der Resultate. Es zeigt sich, dass die saisonale Schneedeckenentwicklung bzw. die Verteilung des Schnees im Untersuchungsgebiet in einer hohen Auflösung berechnet werden kann. Abweichungen zwischen dem Modellresultaten und den Beobachtungen treten an Flächen auf, welche durch besondere Einflüsse, wie Lawinenabgänge oder Verfrachtung des Schnees durch Wind, beeinflusst werden. Die Modellgüte der hydrologischen Simulation zeigt für die drei betrachteten Jahre sehr unterschiedliche Resultate. Konsequenzen aus den Ergebnissen und mögliche zukünftige Forschungsfelder werden am Ende der Arbeit diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Glaciers have a considerable influence on the water balance of alpine and subalpine catchments. They are able to bind water as glacier ice on a long-term time scale. Simultaneously they determine seasonal runoff behaviour. This work investigates snow and ice melt processes on the Goldbergkees glacier, located in the Hohe Tauern region in Austria. A detailed set of meteorological and glaciological observations are available for the area, because of the 1886 founded climate observatory on the summit of Hoher Sonnblick mountain and the intensive glacier monitoring program, which is maintained since the last 24 years on the surrounding glaciers, including Goldbergkees. Snow and glacier melt, together with winter snow accumulation, determine the mass balance of a glacier in the same time, as they lead to glacier runoff events. To calculate these processes the physically based model Alpine3D was applied. Alpine3D was developed at Swiss Federal Institute for Snow and Avalanche Research (SLF). Its clear focus on snowpack processes and a spatial distributed modelling approach particularly qualify Alpine3D for simulations on glacier regions. This work describes the model setup with Alpine3D. A comparison of the obtained results with measured data is given. Special attention is paid to the simulation of the yearly glacier mass balance and the hydrological runoff generation. It shows that the seasonal snowpack development as well as the snow mass distribution within the research area can be simulated in a good quality. Deviations between model results and the observed data occur in areas which are influenced by avalanches or snow deposition caused by wind. In the end of the work consequences of the model evaluation results are discussed and an outlook on further fields of research is given.