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Titelaufnahme

Titel
Potenzieller Lebensraum des Goldschakals (Canis aureus) in Österreich : Status, Habitatfaktoren und Modellierungsansatz / eingereicht von Jennifer Hatlauf
VerfasserHatlauf, Jennifer
GutachterHackländer, Klaus ; Nopp-Mayr, Ursula ; Suppan, Franz
Erschienen2015
Umfang117 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Goldschakal, Canis aureus, Lebensraum, CORINE Landcover, GIS-Modell
Schlagwörter (EN)Golden Jackal, Canis aureus, habitat, CORINE Land Cover, GIS-model
Schlagwörter (GND)Österreich / Goldschakal / Habitat
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-3029 Persistent Identifier (URN)
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Potenzieller Lebensraum des Goldschakals (Canis aureus) in Österreich [44.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit bietet als Resultat eines Literaturreviews die Zusammenfassung identifizierter Faktoren, die in der Lebensraumwahl des Goldschakals (Canis aureus) eine entscheidende Rolle spielen können. Trotz seiner generalistischen Natur, seiner opportunistischen Nahrungswahl und seiner Anpassungsfähigkeit kann auf Tendenzen in der Habitatwahl geschlossen werden: Sein Kernlebensraum sollte demnach als Lebensraumausstattung ausreichend Deckungsmöglichkeiten mit abwechslungsreichen Strukturen aufweisen (etwa Strauchvegetation oder kleine Wälder in landwirtschaftlichen Gebieten). Extensive Landwirtschaft wird in manchen europäischen Untersuchungsgebieten positiv mit Goldschakalanwesenheit in Verbindung gebracht und auch Ackerflächen werden dort vermehrt genutzt. Allerdings nimmt die Nutzung von Ackerflächen mit zunehmender Intensität der Landwirtschaft ab. Weiters gibt es häufig Goldschakalnachweise in der Nähe ganzjähriger Flüsse und in Feuchtgebieten. Gebirge mit langen, schneereichen Wintern gelten eher als Barrieren. Neben größtenteils noch nicht erforschten ökologischen Zusammenhängen sind diese Faktoren erste Anhaltspunkte in der Analyse eines Goldschakalhabitats. Anhand der einfachen Überlagerung erwähnter Faktoren in QGIS wurden 3 Modellansätze zur Bestimmung der potenziellen Habitateignung in Österreich erarbeitet. Als Datenbasis wurden ein Höhenmodell, eine Gewässerkarte und CORINE Landbedeckungsklassen herangezogen. Modell 1 weist auf die generalistische Natur des Goldschakals hin, in Modell 2 wird der Fokus auf Gewässer und besonders auf Flüsse gelenkt. Modell 3 verdeutlicht durch die ergänzende Bewertung der Ramsar-Feuchtgebiete das hohe Lebensraumpotenzial von Feuchtgebieten generell. Die entstandene Lebensraumpotenzialanalyse ist eine erste Abschätzung des möglichen Lebensraumes für den Goldschakal in Österreich und kann Basis weiterführender Untersuchungen sein.

Zusammenfassung (Englisch)

In recent years, the golden jackal (Canis aureus) is gaining attention in Central Europe and increased evidence confirms its distribution, also towards Austria. As a result of a literature review this master thesis presents the summary of identified factors that may play a crucial role in habitat selection of the golden jackal. Despite its generalistic nature, close to its opportunistic choice of food and its adaptability, it is possible to discern trends in its habitat selection: The core habitat should therefore provide plentiful cover with varied structures (for example shrub vegetation or small woods near farm areas). In some european study areas extensive agriculture is positively linked with golden jackal presence. In these regions the jackals are also known to regularly use arable land. However, as agricultural practice is intensified, arable land is decreasingly used by the golden jackal. Furthermore, a lot of records prove the presence of golden jackals near perennial rivers and wetlands. On the other hand mountains with long, snowy winters might operate as barriers. Besides largely unexplored ecological contexts, these factors provide first indications for analysing golden jackal habitat. Based on simple overlapping of mentioned factors in QGIS, three modeling approaches for Austria were developed. A digital elevation model, waterbodies and CORINE land cover classes were used as database. Model one represents large areas of high habitat potential and points to the generalist nature of the golden jackal. Model two focuses on waterbodies, especially on rivers. With the complementary assessment of Ramsar wetlands, model three shows an even higher habitat potential of wetlands, than model two. The resulting habitat potential analysis is a first estimate of possible habitat for the golden jackal in Austria and could introduce a basis of further research.