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Titelaufnahme

Titel
Analyse der Zwillings- und Mehrlingsgeburten in der österreichischen Milchviehpopulation / vorgelegt von Veronika Atteneder
VerfasserAtteneder, Veronika
Betreuer / BetreuerinSölkner, Johann
Erschienen2007
UmfangV, 86 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rind Zwilling Mehrling Heritabilität Trächtigkeitsdauer Kalbeverlauf Totgeburt Milchleistung
Schlagwörter (EN)cattle twin multiple heritability gestation length calving ease stillbirth milk yield
Schlagwörter (GND)Milchvieh / Mehrlingsgeburt
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2948 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Analyse der Zwillings- und Mehrlingsgeburten in der österreichischen Milchviehpopulation [3.98 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Rind gehört wie das Pferd zu uniparen Spezies. Trotzdem kommen beim Rind Zwillinge und Mehrlinge manchmal vor. Während Zwillingsgeburten in Milchviehbetrieben aufgrund des Auftretens von Zwicken, geringerer Milchleistung und vermehrter Fruchtbarkeitsprobleme eher unerwünscht sind, bewirken Zwillinge und Mehrlinge in der Mutterkuhhaltung jedoch ein höheres Aufkommen an nutzbaren Kälbern. Generell kann bei Zwillings- und Mehrlingsgeburten mit einem finanziellen und managementbedingten Mehraufwand gerechnet werden. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten wurden von der ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH zur Verfügung gestellt. Der Datensatz umfasste alle von Jänner 1995 bis April 2006 geborenen Braunvieh-, Fleckvieh-, Grauvieh-, Holstein- und Pinzgauerkälber. Neben der Häufigkeit von Zwillings- und Mehrlingsgeburten und deren Einflussfaktoren wurden auch Heritabilitätsschätzungen und Untersuchungen über Leistungs- und Reproduktionsmerkmale vorgenommen. Für die Österreichische Milchviehpopulation ergibt sich eine Zwillingshäufigkeit von 3,24 bis 5,57 %, wobei die meisten Zwillinge bei den Rassen Pinzgauer und Fleckvieh auftreten. Die Häufigkeit an Mehrlingen beträgt 0,02 bis 0,05 %. Die geschätzten Heritabilitäten auf der paternalen Seite lassen auf nur einen sehr geringen genetischen Einfluss auf die Zwillingshäufigkeit schließen, während die maternal geschätzten Heritabilitäten im Bereich von 1,9 bis 6,3 % liegen. Hinsichtlich der Milchleistung zeichnet sich für Mütter nach einer Zwillings- oder Mehrlingsgeburt im Vergleich zur Milchleistung einer Einlingsmutter eine niedrigere Laktationsleistung ab. Weiters kann mit einer verkürzten Trächtigkeitsdauer gerechnet werden. Betrachtet man den Geburtsverlauf, so kommt es bei Zwillingen oder Mehrlingen häufiger zu Geburtskomplikationen. Auch das Auftreten von tot geborenen bzw. kurz nach der Geburt verendeten Kälbern ist bei Zwillings- und Mehrlingsgeburten erhöht.

Zusammenfassung (Englisch)

Cattle are uniparous meaning that, in most cases, females only produce one offspring per pregnancy. The incidence of double or multiple births have both positive and negative effects, mainly depending on the purpose for which the calves are raised. In beef herds, twinning can considerably increase the efficiency of production. Because of freemartinism as well as management problems connected with a greater risk of dystocia, stillbirth, retained placenta and less milk yield, twinning is usually undesirable in dairy herds. Data were provided by ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH, Vienna. From January 1995 to April 2006 about 4 millions Brown Swiss, Holstein, Pinzgauer, Simmental and Tyrolean Grey calves were recorded. The purpose of this study was 1) to analyse the incidence of twin and multiple births and its influencing factors, 2) to estimate heritabilities of litter size and 3) to study the effects of twin and mulitple births on milk yield, gestation length, calving ease and stillbirth. The frequency of twin births ranges from 3.24 bis 5.57 %, with Holstein cattle having the lowest and Pinzgau cattle having the highest twinning rate, respectively. Paternal and maternal heritabilities for litter size were estimated in Fleckvieh cows from Lower Austria with a sire-dam model. Paternal heritabilities were < 0,001 while maternal heritabilities were 1.9 and 6.3 % for first and higher lactations, respectively. After a twin or multiple birth milk production is lower than after a single birth. The gestation length of cows carrying twins or multiples is nearly 4 to 10 days shorter. Because of higher incidence of abnormal presentation calving assistance for cows expecting twins is frequently necessary. Dystocia, stillbirth and postnatal calf mortality also are higher among twins and multiples compared to singleton calves.