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Titelaufnahme

Titel
Der normative Gehalt von Nachhaltigkeitskonzepten als Grundlage der forstlichen Betriebsführung / eingereicht von: P. Cœlestin Klemens Nebel
VerfasserNebel, Cœlestin Klemens
GutachterSekot, Walter
Erschienen2015
Umfang129 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Nachhaltigkeit, katholische Soziallehre, Forstwirtschaft, kirchliche Forstbetriebe, Betriebsvergleich
Schlagwörter (GND)Nachhaltigkeit / Forstwirtschaftlicher Betrieb
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2914 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Der normative Gehalt von Nachhaltigkeitskonzepten als Grundlage der forstlichen Betriebsführung [1.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ansätze nachhaltigen Denkens finden sich schon in der Bibel oder der Regel des hl. Benedikt, was die Fähigkeit zu langfristigem Denken als Kulturleistung ausweist. Das Wort Nachhaltigkeit selbst ist erst vor gut 300 Jahren im Umfeld der Forstwirtschaft entstanden und bezeichnete damals so etwas wie das Gegenteil von Nachlässigkeit. Schnell wurde es zum Leitwort und Grundprinzip jener forstlichen Denkweise, die eine stetige und dauerhafte Holzversorgung sicherstellen wollte. Im Laufe der Jahre wurde dieser Begriff immer mehr zu einem Wort, welcher eine Grundhaltung verantwortungsvollen, ökosozialen Wirtschaftens zum Ausdruck bringen möchte. Durch die daraus resultierende vielfältige Verwendung dieses Begriffs verlor er zwar immer mehr an Klarheit, gewann jedoch auf diese Weise auch immer mehr an Attraktivität. Es entstand somit eine philosophische Denkweise, die den Erhalt der Erde und die Verwirklichung einer intergenerationellen Gerechtigkeit zum Ziel hat. Somit ist eine klare Definition von Nachhaltigkeit mittlerweile unmöglich geworden. Dies wirkt sich auf die Verwendbarkeit des Nachhaltigkeitsbegriffes für die Unternehmensführung im gleichen Maße positiv, wie negativ aus. Die katholische Soziallehre kann als sinnvolle Ergänzung gesehen werden, diese Denkweise in eine solide Philosophie einzubetten, indem sie ihn auf ein tragfähiges und wohldurchdachtes Fundament zu stellen vermag. Die etablierte forstliche Buchhaltung reicht nicht aus, um die Dimensionen der Nachhaltigkeit adäquat zu erfassen. So lässt auch der Kennzahlenrahmen der Betriebsabrechnung kaum gehaltvoll interpretierbare Unterschiede zwischen kirchlichen und weltlichen Betrieben erkennen.

Zusammenfassung (Englisch)

Approaches of sustainable thinking are already to be found in the Bible or in the Rule of St. Benedict which proves the capacity of long-term thinking as cultural achievement. The term sustainability itself was coined only about 300 years ago in the field of forestry and at that time described the opposite of carelessness. It soon became the key word and fundamental principle of the approach in forestry that sought to safeguard continuous and permanent wood supply. Over the years this term became a word that wished to express the philosophy of responsible and eco-social management. Although the term lost more and more of its clarity due to the resulting manifold use it became more and more attractive that way. Like this, a philosophy developed that aimed at preserving the earth and at accomplishing intergenerational fairness. Consequently, it has become almost impossible to clearly define the meaning of sustainability by now. This has both positive and negative consequences for the use of this term in corporate management. By placing the concept of sustainability on a viable and elaborate foundation, Catholic Social Teaching may be regarded as a meaningful addition to embed this way of thinking in a solid philosophy. It is difficult or nearly impossible to express sustainability by means of standard forestry accounting. Empirical data derived from the forest accountancy data network of bigger Austrian forest enterprises provides hardly sound clues for a different performance of ecclesiastical enterprises.