Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Zur Zeckenfauna von Wildtieren in Ostösterreich / vorgelegt von Martin Schebeck
VerfasserSchebeck, Martin
GutachterDeutz, Armin
Erschienen2013
Umfang67 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Zecken, Ixodidae, Wildtiere, Vektoren, Ixodes ricinus
Schlagwörter (EN)Ticks, Ixodidae, Wildlife Species, Vectors, Ixodes ricinus
Schlagwörter (GND)Österreich <Ost> / Wildtiere / Zecken
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2777 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Zur Zeckenfauna von Wildtieren in Ostösterreich [3.46 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zecken sind neben Stechmücken bedeutende Überträger von Krankheitserregern in Mitteleuropa. Sie sind temporäre, obligate Ektoparasiten von landlebenden Wirbeltieren. Säuger nehmen eine große Bedeutung als Erregerreservoir, zur Aufrechterhaltung von Zeckenpopulationen und zur Verbreitung derselben ein. Das Auftreten und Vorkommen von Zecken ist auch von abiotischen Faktoren, vor allem von der Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig, wodurch sie in Perioden mit hoher Temperatur und geringer Luftfeuchte in geringen Dichten auftreten. Hier wurde zum einen das Artenspektrum von Schildzecken (Ixodidae) an jagdbaren Wildtieren (Reh, Rothirsch, Wildschwein, Feldhase, Rotfuchs) untersucht. Zum anderen wurde der zeitliche Verlauf des Auftretens mittels Boxplotts und eines generalisierten linearen Modells analysiert und versucht mit klimatischen Parametern anhand einer multiplen Regression zu korrelieren. Es wurden drei Schildzecken-Spezies in unterschiedlichen Entwicklungsstadien beobachtet: Ixodes ricinus, Haemaphysalis concinna, Dermacentor reticulatus. Erhöhte Befallszahlen wurden von Anfang Mai bis Mitte Juni und zwischen Ende September und Anfang November beobachtet, Rothirsche wiesen die höchsten Befallsraten auf. Mittels der multiplen Regression wurden keine plausiblen Korrelationen zwischen dem Verlauf der Befallszahlen und klimatischen Parametern gezeigt. Die vorgefundenen Schildzecken wurden bereits im Untersuchungsgebiet nachgewiesen, es konnten auch vergleichbare Auftretensschwerpunkte wie bei anderen Untersuchungen in Mitteleuropa gefunden werden. Gründe für nicht gefundene Korrelationen mit klimatischen Parametern können in der intrinsischen Phänologie der Arten, in der zu groben Auflösung der Wetterdaten (kein Mikroklima) oder deren geringere Bedeutung auf eine Zecke nach erfolgter Wirtsbesiedlung angenommen werden. In weiterer Folge sollen sich ändernde Verbreitungsmuster von Zecken durch sich verändernde klimatische Bedingungen diskutiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Ticks (Ixodida) are, besides mosquitoes, the most important vectors of pathogens in Central Europe. They are temporary, obligatory ectoparasites of land living vertebrates. Mammals are relevant as reservoir of these pathogens, for maintenance and distribution of tick populations. Moreover, the occurrence of ticks depends on abiotic factors, especially air temperature and humidity (there is less occurrence in periods with high temperature and low humidity). In this study I investigated the tick species infesting huntable game (roe, stag, wild boar, hare, red fox), on one hand. On the other hand, the chronological trend of the occurrence was described by box plots and by a generalised linear model. Moreover, this trend was correlated with climatic parameters by a multiple regression. Three tick species were found on the investigated game species: Ixodes ricinus, Haemaphysalis concinna and Dermacentor reticulatus. I found higher infestation numbers with ticks from the beginning of May till the middle of June and from the end of September till the beginning of November. Stags showed the highest infestation rates. I found no plausible correlations between the infestation rates and climatic parameters tested with a multiple regression. The ticks found in this study are known in the investigation area and the chronological trend is similar to those found in other studies. Possible reasons for missing correlations with meteorological data may be the intrinsic phenology of the tick species, a too rough solution of the meteorological data (no microclimate) or less importance of climate factors after an infestation. Moreover, the influence of climate warming on distribution patterns of ticks is discussed.