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Titelaufnahme

Titel
Transformation : die Umformung einer Tunnelausbruch-Deponie im Wienerwald / Günter Sitter
VerfasserSitter, Günter
Betreuer / BetreuerinLička, Lilli ; Tusch, Roland
Erschienen2013
Umfang89 S. : 2 gef. Kt. ; Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Wienerwald, Wienerwaldtunnel, Ausbruchdeponie, Landschaftsarchitektur, Projekt
Schlagwörter (EN)Vienna forest, Vienna forest tunnel, landfill, landscape architecture, project
Schlagwörter (GND)Wienerwald <Mittelgebirge> / Tunnelbau / Deponie / Rekultivierung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2730 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Umgestaltung einer Tunnelausbruchdeponie im Wienerwald. Ausgehend von den Erkenntnissen aus der Literaturanalyse entsteht ein prozessorientierter Entwurf, der einen ökologischen, ökonomischen, gestalterischen und sozialen Mehrwert in der Landschaft herstellt. Landschaft ist Veränderung. Jede Generation hinterlässt in ihr Spuren und passt sie den aktuellen Erfordernissen an. Autobahnen, Eisenbahnlinien, Deponien, all das sind Bestandteile unserer heutigen Landschaft, die nicht in das „klassische Landschaftskonzept“ passen. Ganz anders dagegen das „komplexe Landschaftskonzept“. Dieses sieht Landschaft als „ein System menschgemachter Räume auf der Erdoberfläche, die nicht alleine natürlich, sondern stets auch künstlich und unvorhersehbaren Veränderungen ausgesetzt“ (JACKSON, 1984, 43) sind. Diese Auffassung, die geprägt ist von Dynamik und Wandel, wird als zentrales Entwurfselement im Projekt Taglesberg eingesetzt. Dabei geht es nicht um Idealbilder, sondern um offene und flexible Strukturen sowie das Initiieren von Prozessen. Damit etabliert sich eine Dynamik, die offene Entwicklungen zulässt und die Verbindung von menschgemachten natürlichen Prozessen und nicht menschgemachten natürlichen Prozessen aufnimmt. Ein bereits mit Ausbruchmaterial, aus dem Bau des Wienerwaldtunnels aufgefülltes Wienerwaldtal, wird in einem begleiteten Prozess, in einen standorttypischen Vegetationszustand rückgeführt. Das im Zuge der Tunnelbohrung gelöste Ausbruchmaterial gelangt über Förderbänder direkt auf die Deponie. Die dabei entstehenden Kegelformen markieren den Anfang des Umformungsprozesses. Diesem Anfangszustand steht die Vegetationsentwicklung gegenüber. Das Gegenüber von Vegetation und Kegelstümpfen funktioniert wie eine Skala und zeigt an, wie weit die ablaufenden Prozesse bereits fortgeschritten sind. Damit wird der Aufbau und der Verfall am jeweils anderen ablesbar und die Landschaftsentstehung nachvollziehbar und sichtbar gemacht.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with landfill reclamation of a tunnels excavation. Based on knowledge derived from an analysis of reference literature, a project evolves which is focused on processing. Landscape always changes. Each generation leaves behind traces adapting them to the respective requirements. Highways, railroads, landfills, they all inform todays landscape, a factor which doesnt agree with the classical concept of landscape. The latter regards all invasive acts as disturbances with a negative touch. Contrary to this view is the so-called complex landscape conception. The latter considers landsape as an aggregate, a system of man-made spaces on the earths surface exposed not only to natural but also artificial and unpredicable changes (JACKSON, 1984, 43). This understanding of landsape subject to dynamics and change is considered to be the center theme in the project of the Taglesbergs landfill. The latter does not imply idealistic notions but open-ended flexible structures together with initiating processes. This ensures a dynamic approach allowing for open-ended developments, which will produce a link between man-made natural processes and not made-made natural processes. A former valley of Wiener Wald, now a landfill from the construction of Wiener Wald Tunnel, will be reconverted in an accompanying process. The debris from the tunnel excavation arrives via conveyor belts direct on the landfill. The existing conical shapes produced by the interior pitch of the material marks the beginning of the reconversion process. This starting condition or inceptive shape of the tapered cones is juxteposed by the vegetations development. The contrast of vegetation and conical shapes works like a scale revealing how far the ongoing processes have already proceeded. The development and decay can thus be checked in the two opposites visualizing the origin of landscape in a comprehensive manner.