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Titelaufnahme

Titel
Obersulzbach : hydrological changes due to glacier retreat / submitted by: Barbara Strobl
VerfasserStrobl, Barbara
Betreuer / BetreuerinSchulz, Karsten ; Mohssen, Magdy ; Staudinger, Barbara
Erschienen2015
Umfang85 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Klimawandel, alpine Hydrologie, Klimafolgen, Gletscherrückgang, Abflussveränderungen
Schlagwörter (GND)Obersulzbach <Österreich> / Gletscherrückzug / Klimaänderung / Gletscherrückzug / Gletscherbach / Abflussmessung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2504 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Obersulzbach [2.33 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Masterarbeit ist, die Auswirkungen des Gletscherrückganges auf den Abfluss des Obersulzbaches zu identifizieren. Als Folge des anhaltenden Klimawandels haben sich die Gletscher des Obersulzbachtales seit ca. 1850 zurückgezogen. Die Hypothese der Arbeit ist, dass dieser Gletscherrückgang sowohl das Abflussverhalten als auch die Abflussmenge verändert. Entlang des Obersulzbaches kommen zwei hydrographische Pegelstationen zum Einsatz, für die Zeitreihen von 1977 bis 2013 bzw. von 1989 bis 2012 vorliegen. Diese Abflussdaten werden gefiltert, um den Anteil der Gletscherspende zu isolieren und den Basisabfluss sowie nicht glazial beeinflussten Oberflächenabfluss aus Niederschlag und Schneeschmelze auszuklammern. Als Indikator für die Gletscherspende wird die mittlere tägliche Abflussvariation während vorwiegend trockener Perioden während des Sommers berechnet, die typische Perioden mit maximaler Gletscherschmelze darstellen. Die Trends der mittleren täglichen Abflussvariation werden mit multipler Regression und partieller Korrelation mithilfe der Software R analysiert. Bei beiden Methoden wird die Temperatur entweder direkt berücksichtigt oder als Kontrollvariable ausgeklammert. Beide Analyseansätze erzielen ähnliche Ergebnisse und deuten zunächst auf einen Anstieg der mittleren täglichen Abflussvariation hin. Eine Trendwende hin zur Verminderung der Abflussvariation findet in den 1990ern statt. Dies weist auf eine verminderte Gletscherspende hin, da die schrumpfenden Gletscher geringere Abflussmengen beitragen. Dieses Abflussverhalten erlaubt verschiedene Erklärungen, wie z.B. anfängliche Vergrößerung und darauffolgende Verkleinerung der Ablationsfläche sowie diverse Rückkoppelungsmechanismen. Dazu zählen Änderungen der Albedo, frühere Entwicklung von Schmelzwasserpfaden, und Variationen reflektierter bzw. emittierter Strahlung umgebender Hänge. Auch ändern längere Gletscherränder und die abgesenkte Gletscherzunge das Abflussverhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

The objective of this master thesis is to identify the effect of glacial retreat on the Obersulzbach runoff pattern in Salzburg, Austria. As a consequence of ongoing climate change, the glaciers within the Obersulzbach valley have been generally receding since approximately 1850. It is hypothesised that this leads to modified patterns and quantities of runoff observations. Two hydrographic gauges along the Obersulzbach provide time series from 1977 until 2013 and 1989 until 2012, respectively. The discharge data is filtered to focus on discharge from glacier melt, excluding base flow and surface runoff from precipitation and snowmelt. This is achieved by calculating the mean daily discharge variation over predominantly dry periods as an indicator for the proportion of glacial meltwater. These dry periods are selected at times of typical glacial meltwater maxima during the summer months. The trends of mean daily discharge variation over these dry periods are analysed with multiple regression and partial correlation using the software “R”. Both methods either take temperature into account directly or control for it in order to remove its effects, as temperature has a significant impact on discharge variations. Both types of analyses yield similar results indicating an initial increase of the mean daily discharge variation until a critical turning point is reached, which seems to be during the 1990s. After that a decrease of discharge variation indicates a lower amount of glacial meltwater as the remaining glaciers no longer sustain such a high discharge. There are various potential explanations for this pattern, such as an initial increase followed by a reduction in total ablation area of glaciers as well as various feedback mechanisms, including changes in albedo, preferential meltwater pathways inside the glaciers and reflected and emitted radiation from surrounding slopes, as well as longer glacier edges and the change of elevation of the glacier tongue.