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Titelaufnahme

Titel
Einfluss einer unterschiedlich hohen HTC-Biokohlenausbringung als Bodenverbesserer auf den Wachstums- und Entwicklungsverlauf bei Sojabohnen (Glycine max.[L.] Merr.) / vorgelegt von Daniel Lehner
VerfasserLehner, Daniel
GutachterLiebhard, Peter
Erschienen2015
Umfang62 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Biokohle Sojabohne
Schlagwörter (EN)Biochar Soybean
Schlagwörter (GND)Sojabohnenanbau / Bodenfruchtbarkeit / Pflanzenkohle
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-2292 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Einfluss einer unterschiedlich hohen HTC-Biokohlenausbringung als Bodenverbesserer auf den Wachstums- und Entwicklungsverlauf bei Sojabohnen (Glycine max.[L.] Merr.) [2.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Sojabohne als Quelle qualitativ hochwertigen Proteins und Fetts trägt wesentlich zur Deckung des steigenden Bedarfes für die wachsende Weltbevölkerung bei. Die Kombination mit Biokohledüngung wurde bisher kaum bearbeitet. Im Jahr 2012 wurde im semiariden Produktionsgebiet Österreichs ein Feldversuch zur Beurteilung des Einflusses der Biokohle auf Wachstum, Ertrag und ausgewählte Inhaltsstoffe bei Sojabohne durchgeführt. Die Wirkung einer Menge von Null bis 20 t/ha wurde in verschiedenen Varianten verglichen. Bereits während des Wachstumsverlaufes der Sojabohnen bis zur Blüte gab es Unterschiede zwischen den Varianten. Anfang Juli waren Unterschiede in der Wuchshöhe und in der bis dahin gebildeten Biomasse messbar. Die Pflanzen der mit HTC-Kohle gedüngten Varianten zeigten signifikant höhere Wuchshöhen. Diese Unterschiede verringerten sich aber zur Ernte. Aufgrund der geringen Niederschläge 2012 bildeten sich keine Rhizobien und es gab es auch keine symbiotische Stickstoffbindung. Für das Wachstum der Pflanzen stand nur der bodenbürtige Stickstoff zur Verfügung. Daher erreichten die mit Mineraldünger gedüngten Parzellen die höchsten Wuchshöhen, die höchste Gesamttrockenmasse und den höchsten Kornertrag. Bei den ausgewählten Qualitätskriterien gab es nur im Ölgehalt signifikante Unterschiede. Die HTC-Varianten wiesen den geringsten Öl- und Zuckergehalt auf. Nur die mit HTC-Kompost Gemisch gedüngten Parzellen erreichten Werte über dem Mittelwert. Die übrigen Biokohlevarianten lagen unter dem Durchschnitt. Aus den einjährigen Ergebnissen ist ersichtlich, dass im Ausbringungsjahr aufgrund des geringeren Stickstoffangebotes der durchwurzelten Krume ein negativer Ertragseinfluss der Biokohle möglich ist. Für eine Beurteilung von Biokohle als Dünger sind mehrjährige Versuche erforderlich. Nur so kann die Mittel- und Langzeitwirkung von Biokohle auf Pflanzenwachstum, Ertragsverhalten und Qualität des Erntegutes sowie die Auswirkungen auf den Boden objektiv beurteilen.

Zusammenfassung (Englisch)

The soybean as a source for high quality protein and fat contributes essential to the growing need of protein for a rising world population. The combination with application of biochar was barely explored until now. In 2012, a planting experiment was carried out in the semi-arid area of eastern Austria to see which influence biochar can have on growth, yield and selected ingredients of soybeans. The immediate effect from an amout of zero to 20 t/ha biochar was compared. During the growth period of the soybeans until the beginning of blooming, differences between the variants could be found. At the beginning of July, differences in the length of plants and grown biomass were measured. The plants from the plots prepared with HTC biochar have shown significantly longer stems than the others. These differences diminished until the harvest. Due to warmer temperatures and lower precipitation values in 2012 compared with statistical average of 30 years, no rhizobia could be developed and nitrogen fixation for soybean plants was not possible. The plants could only use nitrogen from the soil for growth. As a result, the plots prepared with mineral fertilizer have shown the significantly longest plants, the highest mass of dry matter and the highest yields. Concerning the ingredients, only in the oil content significant differences could be found. The HTC variants had the lowest values as well in oil- as in sugar contents. Only the plots where HTC was mixed with compost had shown values above the average. All other values were lower than the middle. From this results it can be seen, that due to the lower amount of available nitrogen in the year of application there can be a negative influence of biochar on the yield. To evaluate effects in crop rotations, long term field experiments have to be made, because only thus, medium- and longterm effects of biochar on growth of plants, behave on yield and quality of harvested crops and impact on soil can be evaluated objectively.