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Titelaufnahme

Titel
Auch in Deutschland 20% Ökolandbau? : welche Faktoren waren hinderlich? ; ein Blick aus Österreich nach Bayern / eingereicht von Monika Simon
VerfasserSimon, Monika
Betreuer / BetreuerinDarnhofer, Ika
Erschienen2012
UmfangIV, 82 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Bayern, Österreich, Wertschöpfungskette, Biomarkt, Förderung
Schlagwörter (EN)Bavaria, Austria, Food Supply Chain, Organic Farming, Support Payments
Schlagwörter (GND)Bayern / Biologische Landwirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1744 Persistent Identifier (URN)
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Auch in Deutschland 20% Ökolandbau? [0.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl die Agrarstrukturen in Österreich und Bayern vergleichbar sind und ähnliche Ziele für den Biolandbau definiert wurden, werden in Bayern nur rund 6% der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde deshalb untersucht, wie es im Betrachtungszeitraum 19892011 zu dieser unterschiedlichen Entwicklung kam. Mithilfe einer Literaturauswertung und ergänzenden Experteninterviews wurde nach Faktoren gesucht, welche die Ausweitung des Biolandbaus in Bayern gehemmt haben. Hierzu wurden die Strukturen in der Produktion und im Handel, die Anreize durch die Nachfrage und die Politik sowie die institutionellen Rahmenbedingungen in beiden Ländern verglichen. Aus der Literatur wurden vier Thesen abgeleitet, welche mit sechs VertreterInnen verschiedener Akteursgruppen diskutiert wurden. Hemmnisse wurden in den Bereichen Agrarpolitik, Förderung, Vermarktungsstruktur und Nachfrage identifiziert. Als stärkster Einflussfaktor wurden die wechselnden politischen Signale gewertet. In der Öffentlichkeit bzw. in der Politik war das Thema Biolandbau nicht stark bzw. nicht kontinuierlich präsent. Das agrarpolitische Leitbild Bayerns hob den Ökolandbau nicht als vorzügliche Alternative hervor. Im Vergleich zu Österreich war die Ökoförderung in Bayern nicht ausreichend attraktiv für eine Umstellung: effektive Förderprogramme wurden später umgesetzt, Flächenprämien waren geringer und Schwankungen zwischen den Förderperioden stärker. Zudem bestand eine geringe Attraktivität im Vergleich zu alternativen Förderprogrammen (Extensivierung, Bioenergie). Bei den Vermarktungsstrukturen in Bayern war auffällig, dass sich durch den traditionell hohen Fachhandelsanteil das Angebot an Bioprodukten in Supermärkten mit hoher Käuferreichweite erst relativ spät entwickelte. In engem Zusammenhang dazu stand eine späte Entwicklung der Nachfrage, da wichtige Kaufhemmnisse wie ‚hoher Preis‘ und ‚schlechte Verfügbarkeit‘ länger bestanden.

Zusammenfassung (Englisch)

The agrarian structure of Bavaria is comparable to Austria and both countries defined similar quantitative targets for organic farming. However, in Bavaria only 6% of agricultural land is certified organic, compared to 20% in Austria. This thesis analyses the differences in the development of organic farming during the period 19892011. To find out which barriers prevented a stronger growth of organic farming in Bavaria, the relevant literature was reviewed, and the preliminary results discussed with six experts. The results highlight the differences in the structure of agricultural production and food retail, in the institutional framework, and in the changes in the agricultural policy. Barriers for an increase in organic farming in Bavaria were identified in agricultural policy, support payments, marketing structure and consumers demand. Overall, in Bavaria, the changing signals from policy were judged as the most important barrier. Organic farming did not receive a strong or continuous support through agricultural policy. Indeed, the mission statement for Bavarian agriculture did not emphasize organic farming. In comparison to Austria, support payments for organic farming were not appealing to farmers: effective support programs started later, payment levels were lower, and varied more between years. Moreover, attractiveness of organic farming relative to other programs (e.g. extensification, bio-energy) was limited. The marketing structure was also a barrier: in Bavaria organic food is traditionally sold in specialized shops. As a result, conventional supermarkets started late to offer organic products, delaying a wider availability to consumers. Related to this marketing structure, consumers demand was also delayed, since barriers such as 'high prices' and 'poor availability' prevailed for a long time.