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Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen des Klimas auf Straßenbäume in Graz / Leonhard Stern
Weitere Titel
The effect of climate on trees in streets of Graz
VerfasserStern, Leonhard
Betreuer / BetreuerinFlorineth, Florin
Erschienen[2015]
Umfang102, [29] Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Graz, Straßenbäume, Klima, Vitalität, Standort
Schlagwörter (EN)Graz, Street trees, climate, vitality, habitat
Schlagwörter (GND)Graz / Straßenbaum / Klimaänderung / Schadstoffbelastung / Standortfaktor <Botanik>
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1639 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Auswirkungen des Klimas auf Straßenbäume in Graz [14.07 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bäume erfüllen wichtige Aufgaben im städtischen Raum. Neben dem Wohlfühlwert für die Bevölkerung sorgen sie für einen Rückhalt kurzzeitig auftretender Wassermengen, absorbieren Schmutzpartikel aus der Luft und sorgen für ein angenehmeres Mikroklima durch Beschattung und Transpiration. Das Klima im urbanen Raum stellt an sich schon besondere Ansprüche an Stadtbäume. Durch den Klimawandel und die damit einhergehenden Wetterextreme kommt es zu weiteren Stresssituationen für den Baum. In dieser Arbeit wurden elf Baumarten im Mai, Juli und September 2014 auf ihre Vitalität untersucht. Dazu wurden die Verfahren von ROLOFF und BRAUN verwendet. ROLOFF nutzt die Struktur der Baumkrone und BRAUN die Belaubung zur Vitalitätsbeurteilung. Das Ergebnis war eine Einteilung in „sehr gut geeignete“, „geeignete“ und „nicht geeignete“ Arten für die Stadt Graz. Die zwei Arten Sophora japonica und Gleditsia triacanthos Inermis wurden als „sehr gut geeignet“ bewertet. „Geeignet“ für das Stadtgebiet Graz in abnehmender Reihenfolge sind Aesculus hippocastanum, Platanus x acerifolia, Koelreuteria paniculata, Acer platanoides, Tilia cordata, Populus nigra Italica und Acer pseudoplatanus. Diese Arten weisen nur eine durchschnittlich gute Vitalität auf, die meist durch negative Umwelteinflüsse wie Streusalzbelastung oder Bodenverdichtung begründet werden kann. „Nicht geeignet“ sind Acer negundo und Fraxinus excelsior. Beide weisen eine sehr niedrige Vitalität auf. Bei Acer negundo ist dies auf die starken Rückschnittmaßnahmen zurückzuführen, aufgrund derer Pilzbefall folgte. Fraxinus excelsior gedeiht nicht auf trockenen und stark verdichteten Böden und ist somit ebenfalls nicht für den städtischen Raum geeignet. Generell gilt für das Stadtgebiet Graz, dass eine bessere Vorbereitung des Standortes bei Neupflanzungen, sei es durch größere Baumscheiben, Hochbords oder ein besseres Baumsubstrat, mit wenig Aufwand zu einer vielfachen Vitalitätsverbesserung führen würde.

Zusammenfassung (Englisch)

Trees perform an important task in urban areas. Apart of the positive effects on the inhabitants they fulfill functions such as water retention, absorption of particles and they produce micro climates as well as oxygen. The climate in the urban space is per se challenging for city trees. The climate change comes along with extreme weather events and raises these difficulties. Apart of these climate parameters, there are a number of further issues, the trees have to cope with. In this thesis eleven tree species where tested for vitality in May, July and September 2014. Concerning testing, the methods by ROLOFF and BRAUN were utilized. ROLOFF uses the structure of the treetop whereas BRAUN uses the foliation. Both of them developed a scale whereby the trees can be classified into groups ranging from very vital to extinct. The result is a classification into ‘very adapted, ‘adapted and ‘no adapted tree species. Sophora japonica and Gleditsia triacanthos Inermis were classified as `very adapted. ‘Adapted species are Aesculus hippocastanum, Platanus x acerifolia, Koelreuteria paniculata, Acer platanoides, Tilia cordata, Populus nigra Italica and Acer pseudoplatanus. These species only had an ordinary vitality. In most cases the reason for that were negative environmental conditions like road salt or soil compaction. ‘Not adapted species were Acer negundo and Fraxinus excelsior. Both of them had a very low vitality. In case of Acer negundo this was due to an intensely tree cut which caused a fungal decay. Fraxinus excelsior does not grow on dry and compacted habitats and so it cannot be recommended for urban spaces. Another recommendation should be mentioned: If there is a plantation of young trees, the habitat should be carefully arranged. This can be achieved by simple solutions such as boundaries against the street or bigger tree-grids.