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Titelaufnahme

Titel
Uferfiltration : Stand der Technik und neue Herausforderungen für die weiterführende Trinkwasseraufbereitung an Rhein und Donau / eingereicht von: Schmoller, Christoph
VerfasserSchmoller, Christoph
GutachterPerfler, Reinhard ; Mayr, Ernest
Erschienen2014
UmfangX, 174 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Donau Grundwasser naturnahe Trinkwasseraufbereitung Oberflächenwasser Rhein Trinkwasserschutz Uferfiltration Wassergewinnung Wasserversorgung weiterführende Trinkwasseraufbereitung
Schlagwörter (EN)advanced drinking-water treatment bank filtration Danube groundwater natural drinking-water treatment Rhine surface water water abstraction water supply
Schlagwörter (GND)Rhein / Donau / Uferfiltration / Trinkwasseraufbereitung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1605 Persistent Identifier (URN)
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Uferfiltration [4.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Uferfiltration ist eine naturnahe Methode der Trinkwassergewinnung, bei der Oberflächenwasser durch die Förderung von Grundwasser in den Untergrund infiltriert und dabei natürlich gereinigt wird. Während der Fließstrecke vom Oberflächenwasser bis hin zum Brunnen finden verschiedene physikalische, chemische und mikrobiologische Prozesse statt. Die Arbeit umfasst einerseits eine allgemeine Literaturstudie von 2008 bis 2013 zum aktuellen Stand des Wissens über die Uferfiltration sowie andererseits praktische Erkenntnisse der weiterführenden Trinkwasseraufbereitung aus Uferfiltrat entlang der Flüsse Rhein und Donau. Die in der Literaturstudie untersuchten Parameter wurden hinsichtlich physikalischer, chemischer und mikrobiologischer Prozesse als auch räumlich gegliedert. Neben der Aufenthaltszeit des Wassers im Untergrund haben die Redoxbedingungen den größten Einfluss auf wesentliche Entfernungsvorgänge, wie biologischer Abbau und Sorption. Heute stellen „neu aufkommende“ Spurenstoffe, die noch unzureichend erforscht und in toxikologischer Hinsicht schwer einschätzbar sind, das zentrale Problem dar. Seit der engen Zusammenarbeit der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet, die auf eine natürliche Trinkwassergewinnung aus Oberflächen- und Grundwässern zielen, konnten die Gewässerbelastungen aufgrund regelmäßiger Überwachung der Gewässerqualität sowie wissenschaftlicher Untersuchungen zum Trinkwasserschutz und der Umsetzung entsprechender Maßnahmen deutlich reduziert werden. Zur weiterführenden Aufbereitung der Uferfiltrate haben sich technische Kombinationen unterschiedlicher Reinigungsstufen bewährt. Vergleichsweise dazu konnten im oberen und mittleren Bereich der Donau die nationalen und europäischen Anforderungen für die Trinkwassergewinnung aus Oberflächenwasser weitgehend eingehalten werden, während unterhalb des österreichischen Einzugsgebietes Messungen zur Ermittlung der Belastung mit organischen Spurenstoffen sowie mikrobiologischen Verunreinigungen selten erfolgen.

Zusammenfassung (Englisch)

The bank filtration is a natural method of drinking water abstraction. Surface water is infiltrated into the subsoil by extracting groundwater and in the process naturally purified. Along the way from surface water to the well, physical, chemical and microbiologic procedures take place. On the one hand this scientific paper comprises a general literature study from 2008 until 2013 about the actual knowledge of bank filtration and on the other hand practical insights on further drinking-water purification from bank filtration along the rivers Rhine and Danube. The examined parameters of this literature study were organised by physical, chemical and microbiological processes as well as spatial allocation. Besides the waters residence time in the subsoil the redox-conditions have the greatest effect on significant removal processes like biological degradation or sorption. Nowadays, „emerging“ trace substances, which are insufficiently studied and toxicologically difficult to predict, constitute the main problem. Since the close cooperation of waterworks in the Rhine basin, which aims at a natural drinking water abstraction from surface and ground waters, water pollution has been significantly reduced. This was due to regular water quality monitoring, scientific studies on drinking water protection and the implementation of appropriate measures. Technical combinations of different purification stages have proven to be successful for further processing of bank filtrates. In comparison, most of the European and national requirements for drinking water abstraction from surface water were met in the upper and middle region of the Danube, whereas downstream of the Austrian catchment area measurements for the determination of the pollution with organic trace substances and microbiological contaminants are rare.