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Titelaufnahme

Titel
Älplerdasein : Erfahrungen aus Österreich und der Schweiz / eingereicht von Simon Moser
VerfasserMoser, Simon
GutachterFreyer, Bernhard
Erschienen2012
Umfang138 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Alp, Alm, Alpwirtschaft, Alppersonal, Älpler
Schlagwörter (EN)alpine farm, alpine farmer, alpine staff
Schlagwörter (GND)Österreich / Schweiz / Almwirtschaft / Saisonarbeiter
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1437 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Älplerdasein [1.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Alpwirtschaft ist zunehmend auf die Beschäftigung von Fremdarbeitskräften angewiesen. Diese Arbeitskräfte kommen zum Teil aus einem landwirtschaftsfernen Umfeld. Durch den Wandel der Landwirtschaft wird der Anteil an ungelerntem Alppersonal voraussichtlich weiter ansteigen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Arbeitsplatz Alp und das Älplerdasein aus der Sicht von erfahrenem Alppersonal darzustellen um einen Beitrag zur Sicherstellung einer qualifizierten Führung von Alpbetrieben in Österreich zu leisten. Mit dem Konzept der sozialen Repräsentation als theoretischen Rahmen wurden zehn qualitative Interviews durchgeführt, um herauszufinden, welche Faktoren die Alp und das Älplerdasein charakterisieren und welche Anforderungen sich aus diesen Faktoren für Alppersonal ergeben. Weiters wurden Literaturrecherchen zu den entsprechenden Themen durchgeführt. Die Alp ist eine komplexe Arbeitsstätte mit starkem Raum-Zeit-Natur Bezug, eingebettet in ein Netz sozialer Strukturen. Für Älpler stellt die Alp eine körperliche, mentale und organisatorische Herausforderung dar. Fachliche Kompetenz, charakterlicher Eignung und die Möglichkeit die Zeit für die saisonale Alp-Arbeit aufbringen zu können, sind wichtige Voraussetzungen für das Älplerdasein. Mangelnde Kommunikation mit den Bauern und schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen auf Alpen sind Ursachen dafür, dass «professionelle Älpler» von einer auf die nächste Alp wechseln. Niedrige Löhne, ungeregelte Anstellungsverhältnisse und der saisonale Aspekt der Alp-Arbeit sind wesentliche Punkte, die ihnen generell die Fortführung des Älplerlebens erschweren. Um alpinteressierte Personen auf die Herausforderung des Alpsommers vorzubereiten, sollte die Alpausbildung weiter vorangetrieben werden. Deutlich mehr Konzentration auf «wahre» Praxisnähe ist wichtig, um falschen Vorstellungen frühzeitig zu begegnen. Essentiell ist weiters, für Löhne und Anstellungsverhältnisse offizielle Rahmenbedingungen zu schaffen, um durch Professionalisierung von Alparbeit den Älplern das Beibehalten ihres Älplerdaseins zu erleichtern. Außerdem wichtig sind ein respektvoller Umgang sowie ein genereller Konsens bezüglich der Rahmenbedingungen der Alparbeit zwischen Bauern und Älplern, um der Personalfluktuation auf den Alpen entgegen zu wirken.

Zusammenfassung (Englisch)

Alpine farming depends more and more on the employment of non-family workers. Those workers partly recruit from an environment far from agriculture and due to the ongoing change in the field of mountain agriculture the proportion of unprofessional alpine farmers will therefore probably continue to increase. The aim of the current study was to describe the workplace and the alpine farmers being from the point of experienced staffs view and thus contribute to secure a qualified leadership of alpine farms in Austria. With the concept of the social representation as a theoretical frame ten qualitative interviews were conducted to investigate which factors characterize the workplace and the existence of alpine farmers and which requirements derive from those factors for the alpine staff. Furthermore, several literature researches to the respective topics were conducted. The alpine farm is a complex working place with a strong connection between space, time and nature and is embedded in a net of social structures. For the alpine farmers, the alpine work represents a physical as well as a mental and organisational challenge. Specialised competence, character skills and the temporal opportunity to spend the summer working on the alp are important requirements for being an alpine farmer. Bad communication with farmers and poor working and living conditions on the alpine farms are reasons for ‘professional alpine farmers to change the working place to another alpine farm. General aspects, which make it difficult to continue the alpine farmer existence, are low salaries, unregulated employment relations and the seasonal character of the alpine work. In order to optimal prepare persons who are interested in alpine working, the respective education should be further advanced. Therefore, a special focus should be on the ‘true practical relevance to early avoid incorrect associations. Furthermore, it is essential to create official circumstances for salaries and employment relations in order to facilitate the maintenance of alpine farmers existence through professionalization of alpine work. A respectful social intercourse and a general consensus between farmers and alpine staff about the basic conditions for the alpine work are needed to counteract employee fluctuation on alpine farms.