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Titelaufnahme

Titel
Zement und Beton im Garten und Freiraum : die Anfänge der Kunststeinverwendung in Österreich im 19. und Beginn 20. Jahrhundert / Verf. Karola-Maria Gump
VerfasserGump, Karola-Maria
Betreuer / BetreuerinFlorineth, Florin ; Drexel, Anita
Erschienen2015
Umfang253 S. : zahlr. Ill.
HochschulschriftWien, Univ. f. Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Kunststein Beton Zement Gartenkunst Kunststeinverwendung Betonverwendung Zementverwendung Cement Portlandzement Romanzement historisch Jahrhunderwende Werkstoff Stein Werkstoffkunde kunsthistorisch Ausstattungselement Möblierung
Schlagwörter (EN)artificial stone use artificial stone concrete cement landscape architecture garden art portland cement roman cement historical turn of the century material stone materials science
Schlagwörter (GND)Beton / Kunststein / Gartengestaltung / Geschichte
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1411 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Zement und Beton im Garten und Freiraum [296.01 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn etwas „in Beton gegossen“ beziehungsweise „einzementiert“ ist, bedeutet das umgangssprachlich, dass es unveränderbar oder unwiderruflich ist. Dasselbe gilt für Bauwerke aus diesen Werkstoffen - sie sind für die Ewigkeit gebaut. Die vorliegende Arbeit untersucht die Anfänge der Kunststeinverwendung in Österreich, wobei der Fokus auf dem Einsatz in Privatgärten, Parks und den öffentlichen Freiräumen liegt. Dabei stellten sich folgende Fragen: Wie gestaltete sich die Entwicklung der Betonverwendung und welche Rolle wurde diesem Werkstoff um die Jahrhundertwende eigentlich zugeschrieben? Die Antwort findet sich in einem Zusammenspiel multipler Faktoren, die diese Entwicklungen beeinflussten. Dabei waren neben Fortschritten in der Materialentwicklung und ökonomischen, sozialen sowie politischen Ereignissen auch vorherrschende Garten-, Architektur- und Kunststile von Bedeutung. So geben Artikel aus Fachzeitschriften der damaligen Zeit vielseitig Auskunft über die Akzeptanz des neuen Werkstoffs und Eindrücke über Verwendungsarten und Meinungen der Fachwelt. Der Kunststein begann seinen Weg als kostengünstige Natursteinimitation und bahnte sich, im 20. Jhdt. schließlich seinen Weg in die Gartenkunst. Neben diesem ersten Teil der Arbeit, der die Aufarbeitung der Quellen und Hintergründe umfasst, beschäftigt sich der zweite mit der praktischen Umsetzung der Kunststeinverwendung. In feudalen Anlagen, Villen, dem kommunalen Wohnbau, Freiräumen öffentlicher Gebäude sowie in Parkanlagen und an Industriebauten finden sich zahlreiche Kunststeinobjekte wie Skulpturen, Brücken, Pergolen etc. Diese bis zu 125 Jahre alten Objekte sind beeindruckende Zeugen der damaligen Produktionen und auch heute noch von bestechender Qualität. Es ist von entscheidender Bedeutung auf diese kunst- und gartenhistorisch wertvollen Ausstattungselemente hinzuweisen, da die unmittelbare Gefahr besteht diese zu verlieren und mit ihnen Wissen und Erfahrung im Umgang mit Kunststein in dessen Anfängen.

Zusammenfassung (Englisch)

In common understanding, being “cast in concrete” is understood as something that cannot be changed anymore, it is fixed forever. The same for buildings, if they are built out of concrete or cement they are everlasting. This master thesis analyses the very beginning of artificial stone use in Austria focusing on usage in gardens, parks and urban open space. The interesting questions are the following: How artificial stone usage was developed and how important did this new material become in professional circles? This development was affected by various factors. The most important aspects were the progress in the material development of cement, as well as economic, social and political events. Further the prevailing architecture, garden and art styles coined the artificial stone use. The role of the new material, its usage and the opinion of professionals can be found in articles of renowned journals. Initially concrete and cement were only cheap replacements for natural stone, but in the 20th century artificial stone found its way into landscape architecture. An essential influence had the upcoming architectural garden style which introduced an upswing for the use of artificial stone in urban open space. Following this first part of the master thesis which approaches the historical background and literature resources, the second part contains a documentation of artificial stone objects in different types of open space, such as feudal sites, gardens of villas, communal housing, urban open space, parks and industrial sites. The different objects found in these sites are for example bridges, benches, pergolas or sculptures. These up to 125 years art historical objects are important witnesses for the early artificial stone productions and still even today they are in fantastic conditions. It is really important to point out and preserve these objects due to the imminent danger of losing them as well as the knowledge about the early artificial stone usage.