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Titelaufnahme

Titel
Effects of mycorrhiza on long distance attraction of spider mites to bean plants / José David Patiño Ruiz
VerfasserPatiño Ruiz, José David
GutachterSchausberger, Peter ; Maini, Stefano
Erschienen2012
Umfang46 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Arbuskuläre Mykorrhiza, Spinnmilben, Tetranychus urticae, Attraktion, Olfaktometer, Glomus mosseae, Bohne, Pflanzenduftstoffe
Schlagwörter (EN)Arbuscular mycorrhiza, two spotted spider mites, Tetranychus urticae, attraction, olfactometer, Glomus mosseae, bean plants, plant volatiles
Schlagwörter (GND)Gartenbohne / Mykorrhizierung / Spinnmilbe / Lockstoff
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1384 Persistent Identifier (URN)
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Effects of mycorrhiza on long distance attraction of spider mites to bean plants [1.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Arbuskuläre Mykorrhizapilze sind ubiquitäre Wurzelsymbionten, die zahlreiche Attribute ihrer Wirtspflanzen ändern. Mykorrhiza-induzierte Veränderungen der Pflanzen haben meist auch Auswirkungen auf oberirdisch lebende Herbivoren und deren natürliche Gegenspieler. Diese Auswirkungen werden hauptsächlich durch die von den Mykorrhizapilzen resultierenden morphologischen, physiologischen und biochemischen Änderungen der Pflanzen verursacht. Generell können die Effekte der Mykorrhiza auf oberirdisch fressende Herbivoren positiv, neutral oder negativ sein. Bezüglich der Interaktion zwischen der Gemeinen Spinnmilbe Tetranychus urticae und der Buschbohne Phaseolus vulgaris als Wirtspflanze, zeigten frühere Studien, dass Mykorrhiza sowohl die Fitness der Spinnmilben steigert als auch die von den Pflanzen ausgesandten Duftstoffe ändert, um die natürlichen Gegenspieler der Spinnmilben, die Raubmilbe Phytoseiulus persimilis, verstärkt anzuziehen. Kenntnisse über die Wirkung der durch die Mykorrhiza geänderten Pflanzendüfte auf das Wirtspflanzensuchverhalten der Spinnmilben fehlen. Ziel dieser Arbeit war es daher zu eruieren, ob Mykorrhiza die Wirtspflanzenwahl von T. urticae beeinflusst. Zu diesem Zweck wurden sogenannte Y-Olfaktometer Experimente durchgeführt, um herauszufinden, ob Mykorrhiza-naïve und erfahrene Spinnmilben zwischen den Düften von Bohnenpflanzen mit und ohne Mykorrhiza, die entweder mit Spinnmilben infiziert waren oder nicht, unterscheiden können. Mykorrhiza- erfahrene Spinnmilben hatten vor den Experimenten an mykorrhizierten Pflanzen gefressen. Mykorrhiza-erfahrene Milben hatten eine eindeutige Präferenz für die Düfte von mykorrhizierten Spinnmilben-freien Pflanzen. Im Gegensatz dazu hatten Mykorrhiza-naïve Milben keinerlei Präferenz für die Düfte von mykorrhizierten oder nicht-mykorrhizierten Spinmilben-freien Pflanzen. In ähnlicher Weise zeigten Mykorrhiza-naïve und erfahrene Milben keinerlei Präferenz für die Düfte von Spinnmilben-infizierten mykorrhizierten oder nicht-mykorrhizierten Pflanzen. Die Ergebnisse dieser Studie weisen auf adaptives Lernen der Spinnmilben hin, weil Mykorrhiza-erfahrene Spinnmilben fähig waren, jene Wirtspflanzen zu erkennen, welche den größten Fitnessgewinn ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The root symbionts arbuscular mycorrhiza fungi (AMF) tend to change various attributes of their host plants, commonly improving plant health and constitution. The mycorrhiza-induced changes in plant performance may also have an influence on other plant-associated organisms such as aboveground living herbivores and their natural enemies. These influences are mainly caused by morphological, physiological and biochemical changes of the plant resulting from their symbiosis with the AMF. Previous studies revealed that AM enhances the fitness of the two-spotted spider mite Tetranychus urticae and changes the plant-emitted volatiles to more strongly attract the natural enemies of the spider mites. However, there is no current information on the effects of AM on long-distance attraction of the spider mites via plant-emitted volatiles. We took on the task to determine if AM has an influence on the foraging behavior of T. urticae when it comes to choose between bean plants to colonize and feed. Y-tube olfactometer tests were performed in order to analyze the preference of mycorrhiza-naive and -experienced spider mites to volatiles of bean plants, inoculated with the AMF Glomus mosseae or not and infested with the spider mites or not. Experienced mites were those previously reared on mycorrhizal bean plants. The olfactometer experiments revealed that AM does have an effect on the host plant choice of the spider mites. Mycorrhiza-experienced mites showed a preference towards the volatiles of AMF-inoculated non-infested plants. In contrast, mycorrhiza-naïve mites exposed to volatiles of non-infested mycorrhizal and non-mycorrhizal plants and mycorrhiza-naïve and -experienced mites exposed to volatiles of spider mite-infested mycorrhizal and non-mycorrhizal plants did not have a preference. These results provide evidence of adaptive learning because experience allowed the mites to select those host plants that were the most favorable to their fitness.