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Titelaufnahme

Titel
Personenschadenunfälle mit dem Anprall an Bäumen in der Steiermark / Verf.: Christoph Wruß
VerfasserWruß, Christoph
Betreuer / BetreuerinSammer, Gerd
Erschienen2007
Umfang151 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. f. Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Baumunfälle, Steiermark, Anprall, Kollision, Personenschadenunfall, UPS, Baum, Unfall, tödlich, Wald
Schlagwörter (EN)tree, collision, accident, styria
Schlagwörter (GND)Steiermark / Verkehrsunfall / Baum / Personenschaden
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1370 Persistent Identifier (URN)
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Personenschadenunfälle mit dem Anprall an Bäumen in der Steiermark [20.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Internationale Erfahrungen zeigen, dass Straßenverkehrsunfälle mit dem Anprall an Bäumen (kurz: Baumunfälle) charakteristische Eigenschaften und eine besondere Unfallstruktur besitzen. In Österreich hingegen ist der Informationsstand über Baumunfälle, vor allem wegen der fehlenden systematischen Erfassung, eher spärlich. Im Rahmen der Arbeit wurden 39 Unfallstellen von Baumunfällen (Personenschadenunfälle) aufgesucht. Grundlage für diese Stichprobe sind von der Statistik Austria erfasste tödliche Unfälle der Jahre 2001 bis 2004 und Unfälle mit Verletzten des Jahres 2004. Es wurden jene selektiert, deren Unfallskizzen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Baumunfall hindeuteten. Durch Erhebungen an den Unfallstellen vor Ort wurden die Informationen der Unfallerhebungsblätter mit Informationen über den Straßenraum und die Umwelt ergänzt. Die Stichprobe wurde durch eine qualitative Beurteilung, ein deskriptive Darstellung und die Untersuchung der räumlichen Verteilung näher analysiert. Der Vergleich mit einer speziellen Auswahl an Alleinunfällen, mit internationalen Erkenntnissen und mit nationalem Wissen über Baumunfälle (z.B. Biegler, 2004; Trimmel et al., 2006) zeigt eine Reihe von Analogien, aber auch Unterschiede. Erkenntnisse dieser Arbeit sind unter anderem, dass in der Steiermark der Großteil (62 %) der Kollisionsbäume Teil eines Waldes sind. Das bloße Vorhandensein großer, zusammenhängender Waldflächen (wie in der Obersteiermark) ist für das Zustandekommen von Baumunfällen allerdings nicht ausschlaggebend. Auffallend häufig ereignen sich Baumunfälle in der Steiermark auf niederrangigen Straßen mit geringen Fahrbahnbreiten, auf Streckenabschnitten mit Gefälle, bei Dämmerung oder Dunkelheit sowie bei nassen oder winterlichen Fahrbahnzuständen. Die verunglückten Lenker sind meist männlich und wahrscheinlich ortskundig, oft sehr jung (rund 40% maximal 20 Jahre alt), verunglücken zu zwei Dritteln an Wochenenden (Fr. bis So.) und auffallend oft bei Nacht.

Zusammenfassung (Englisch)

International researches about traffic accidents with trees show that these kinds of accidents have special characteristics and structures. In Austria, in contrast to that, the knowledge about this theme is small, basically because of the missing systematic collection of information. To research the characteristics of traffic accidents with trees in Styria a sample survey of accidents, consisting of accidents in which people were injured and that are in all likelihood these special kinds of accidents, was carried out with data by Statistik Austria. The base for this sample is an assortment of fetal street accidents which occurred between 2001 and 2004 and accidents in which people were injured in the year 2004. These cases have suspicious drafts on their “accident information sheets” by Statistik Austria. By making investigations at the scenes of these accidents additional pieces of information were collected. This sample consists of 39 accidents, which was analyzed qualitatively, descriptively, and with the help of spatial geographic information. The comparison with special single-accidents, with international researches and with national researches of about traffic accidents with trees (Biegler, 2004; Trimmel et al., 2006) shows similarities and differences. The most important results of this study are that the very existence of great forest areas is not crucial for accidents with trees in Styria. Moreover, at the major part (62 %) of traffic accidents with trees in Styria the trees are part of a forest. Nearly two thirds of traffic accidents with trees occurred on streets with downhill grade and approximately half of traffic accidents with trees took place on wet or wintry road surfaces. Such accidents often happen at dawn or at night, at the weekend (Friday till Sunday) and on streets with low status. Last but not least, most of the injured disposers were masculine (approx. two thirds) and quite young (about 40 % were not more than 20 years old).