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Titelaufnahme

Titel
Habitateignung der HyTEC-Versuchsanlage sowie Einfluss von Schwall auf Wachtums- und Konditionsentwicklung von Jungäschen (Thymallus thymallus) / Johanna Friedl & Katharina Naesby
VerfasserFriedl, Johanna ; Naesby, Katharina
Betreuer / BetreuerinSchmutz, Stefan ; Zeiringer, Bernhard
Erschienen2014
Umfang142 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Äsche, Thymallus thymallus, Konditionsentwicklung, Schwall, Sunk, Versuchsrinnen, HyTEC, Habitatmodellierung, Habitat Suitability Index
Schlagwörter (EN)grayling, Thymallus thymallus, condition development, hydropeaking, experimental channel, HyTEC, habitat modelling, Habitat Suitability Index
Schlagwörter (GND)Wasserkraftwerk / Schwall / Äsche / Jungtiere / Wachstum / Kondition
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1263 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Habitateignung der HyTEC-Versuchsanlage sowie Einfluss von Schwall auf Wachtums- und Konditionsentwicklung von Jungäschen (Thymallus thymallus) [3.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie wurde in der HyTEC-Versuchsanlage in Lunz am See durchgeführt. Anhand von Schwallversuchen wurde der Einfluss von Schwallbetrieb auf Wachstums- und Konditionsentwicklung juveniler Äschen untersucht. Der zweite Teil dieser Arbeit befasst sich mit der Lebensraumnutzung der Jungäsche in unterschiedlichen Altersstadien und Habitatmodellierungen bei unterschiedlichen Abflüssen in den Experimentierrinnen. Die Wachstums- und Konditionsentwicklung der juvenilen Äschen in Schwall- und Referenzrinne wurden verglichen. Die Versuchsreihen ergaben, dass sich Jungäschen unter Schwalleinfluss nicht schlechter entwickelten, als in der Referenzsituation ohne Schwalleinfluss. Jedoch wurden in der Schwallrinne wesentlich höhere Driftraten als in der Referenzrinne festgestellt. So sind im November 2012 37% und im Februar 2013 31% der ursprünglichen Anzahl von 250 Jungäschen abgedriftet. In der Referenzrinne wurde keine Strandung verzeichnet. Im Gegensatz dazu, sind in der Schwallrinne im Februar 2013 immerhin 39% der Jungäschen gestrandet. Im November 2012 waren es 9%. Durch die Modellierung der Experimentierrinne bei unterschiedlichen Dotationen wurden die Lebensraumansprüche unterschiedlicher Entwicklungsstadien der juvenilen Äsche betrachtet und die vorhandene Habitateignung berechnet. Für das Larvenstadium nimmt mit zunehmender Dotation das geeignete Habitat in der Experimentierrinne ab. Für juvenile Äschen im Sommer ist grundsätzlich mehr geeignetes Habitat verfügbar, welches jedoch mit ansteigender Dotation wieder abnimmt. Im Gegensatz dazu bietet die Experimentierrinne für juvenile Äschen im Herbst mit zunehmender Dotation ein besser geeignetes Habitat. Für eine umfassende Beurteilung der ökologischen Auswirkungen von Schwallbetrieb ist jedoch die Kenntnis von Wirkungszusammenhängen unumgänglich. Aufgrund der Komplexität der Schwallproblematik ist noch großer Forschungsbedarf gegeben.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study was carried out in the HyTEC-facility in Lunz am See. The main issue of the project was to test the effects of hydropeaking on growth and condition development of juvenile grayling. The second part of this thesis dealt with habitat suitability of juvenile grayling at different life stages and habitat modelling in the channels at different flow rates. Growth and conditions development of juvenile grayling in the treatment and the reference channel were compared. As a result there was no negative influence on growth and condition development of juvenile grayling due to hydropeaking. In contrast, high rates of drift were detected in the treatment channel in both periods (37% in November 2012, 31% in February 2013 of total 250 individuals in each period). In the treatment channel 37% of total 250 graylings stranded due to hydropeaking in February 2013 and 9% in November 2012, while in the control channel there was none. The simulations in the experimental channel with varying water discharges showed the changing habitat suitability of different age classes. With raising discharge the habitat availability for the larval stage diminished. The suitability of the habitats depends strongly on flow velocity and water depth. For juvenile grayling the suitable habitat was at its biggest during summer but with raising discharge it declined as well. In contrast, during autumn the habitat for juvenile grayling enlarged with increasing discharge. With respect to the habitat suitability analyses for different age classes of grayling, results of the hydropeaking experiment can be interpreted more specific. For a comprehensive assessment of the ecological impact of hydropeaking further research is needed.