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Titelaufnahme

Titel
Vorversuche zu Drift und Strandung von Äschen (Thymallus thymallus L.) in Schwallexperimentierrinnen / verfasst von Stefan Auer
VerfasserAuer, Stefan
Betreuer / BetreuerinSchmutz, Stefan ; Zeiringer, Bernhard
Erschienen2013
UmfangVI, 99 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Drift, Strandung, Äsche, HyTEC, Experimentierrinnen
Schlagwörter (EN)drift, stranding, grayling, HyEC, experimental channel
Schlagwörter (GND)Äsche / Wasserkraftwerk / Schwall / Jungtiere / Strandung / Drift
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-1126 Persistent Identifier (URN)
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Vorversuche zu Drift und Strandung von Äschen (Thymallus thymallus L.) in Schwallexperimentierrinnen [2.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Versuchsanlage „HyTEC“ (Hydromorphology and Temperature Experimental Channel) in Lunz/See hat zur Aufgabe, Auswirkungen des Schwellbetriebes von Wasserkraftwerken auf Juvenilstadien der Europäischen Äsche (Thymallus thymallus L.) zu untersuchen. Im Speziellen geht es um die Phänomene der Strandung und des Driftverhaltens sowie den einem Schwall zugrundeliegenden, hydrologischen Parametern, die zu einer Dezimierung der Jungäschenpopulationen führen können. Die Anlage besteht aus zwei identen Rinnenmit jeweils 40 m Länge, in denen hydromorphologische Zustände modelliert werden können. Das dafür benötigte Wasser wird an 2 unterschiedlichen Punkten dem Lunzer See entnommen, unterirdische Druckrohrleitungen ermöglichen es, dass das in die Rinnen dotierte Wasser bezüglich Durchfluss und Temperatur geregelt abgegeben werden kann. So können reale, an heimischen Fließgewässern stattfindende Schwallsituationen nachgebildet werden. Die erste Versuchsreihe diente dazu, die Handhabung der Anlage und mögliche Reaktionen der Fische auf Schwallereignisse kennenzulernen. Versuchsreihe 2 baute auf die erste Versuchsreihe auf und hatte zur Aufgabe, erste Erkenntnisse über das Verhalten der Jungfische bei mehreren aufeinanderfolgenden, immer größer werdenden Schwallmaxima sowie An- und Abstiegsgeschwindigkeiten zu gewinnen. Dabei konnte man feststellen, dass mit aufeinanderfolgenden, stärker werdenden Schwallmaxima die passive Drift nicht mit ansteigt, jedoch konnte erhöhte Strandung bei erhöhten Schwallabflüssen nachgewiesen werden. Mit der Versuchsreihe 3 wurde der Frage nachgegangen, wie sich Jungäschen bei mehreren hintereinander stattfindenden, gleichbleibenden Schwallmaxima mit größer werdenden An- und Abstiegsgeschwindigkeiten verhalten. Der erste Schwall bedingte die höchsten Driftraten, die beobachtete Strandung war stets sehr gering.

Zusammenfassung (Englisch)

The main objectives of the experimental plant “HyTEC“ (Hydromorphology and Temperature Experimental Channel ) in Lunz, Lower Austria, are to assess the effects of hydro-peaking caused by hydropower plants for early stages of European Grayling (Thymallus thymallus L.). In particular, the phenomenon of stranding on riverbanks, drift behavior and other hydrological parameters that may lead to any degradation of juvenile grayling populations are examined. “HyTEC” consist of two identical experimental channels of 40 m length each. The water needed therefore is diverted from Lake Lunz at two different sites. Supported by pressure pipelines to the experimental channels, different hydromorphological conditions may be simulated. The first of the three experimental series showed that it is possible to provoke a change of fish behavior in terms of drifting and stranding trough an artificial hydropeak. In the second experimental series we focused on fish behavior with several hydro-peaks in a row, whereby the hydropeak intensity (maximum speed of ascending and descending water levels) always increased. We realized that the rate of drifting grayling does not increase with the intensity of the hydropeaking magnitude and ramping rate. The observations of stranded grayling indicate that the faster the water level declines the larger the number of stranded individuals is. The third experimental series focused on several hydropeaking events with the same flow rate, but with different speed of ascending and descending water levels we noticed that the maximum of drift occurred during the first hydropeak, which has the slowest, but longest phase of rising water level. For all events during all executions the ratio of stranded fish was very low. All three experimental series showed that it is possible to get a change in the response of graylings behavior by modifying the hydro-peaks design. Also important knowledge for further experiments was acquired.