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Titelaufnahme

Titel
Vergleichende Betrachtung zur Verbreitung von Segetalarten in einer konventionell und biologisch bewirtschafteten Kulturlandschaft / eingereicht von Stefanie Rüscher
VerfasserRüscher, Stefanie
GutachterBernhardt, Karl Georg
Erschienen2013
Umfang45 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schlagwörter: Segetalflora; Ackerwildkräuter; Beikräuter; biologisch, konventionell; Marchfeld; Rutzendorf; MUBIL
Schlagwörter (EN)Schlagwörter: segetal weeds, arable weeds, wild herbs, organic, conventional, Marchfeld; Rutzendorf; MUBIL
Schlagwörter (GND)Groß-Enzersdorf-Rutzendorf / Unkraut / Biologischer Landbau / Konventioneller Landbau
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-974 Persistent Identifier (URN)
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Vergleichende Betrachtung zur Verbreitung von Segetalarten in einer konventionell und biologisch bewirtschafteten Kulturlandschaft [1.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Biodiversität umfasst die Vielfalt des Lebens auf allen Ebenen: die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt der Lebensräume und Ökosysteme. Eine reiche biologische Vielfalt stellt die Grundlage für das Funktionieren verschiedenster Prozesse im Naturhaushalt dar. Die Segetalflora leistet einen nennenswerten Beitrag zur Verbesserung der Bodengare und des Erosionsschutzes, bietet Kleinlebensräume für diverse Nützlinge und erhöht aufgrund ihrer phytosanitären Wirkungen die Selbstregulationsfähigkeit von Äckern. Weiters besitzen Ackerwildkräuter wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und hohe Nährwerte in ernährungsphysiologischem Sinne, welche jene von Kulturgemüse weitaus übertreffen. Dies beschreibt, welch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten den Ackerwildkräutern als Heilpflanzen und Wildgemüse zukommen. Die Erhebungen sollen zeigen, ob es Unterschiede in der Verbreitung von Segetalarten zwischen biologisch und konventionell bewirtschafteten Systemen gibt und inwieweit biologische Anbauflächen in der Zusammensetzung der Begleitflora von ihrer Umgebung beeinflusst werden. Eine Umgebungskartierung der Vegetation rund um den Biobetrieb Rutzendorf soll hierfür die vorhandene Segetalflora dokumentieren. Die Vegetationsaufnahmen finden im Rahmen des seit 2003 bestehenden interdisziplinären Projekts „MUBIL Monitoring Umstellung auf Biologischen Landbau“ auf dem Bio-Betrieb Rutzendorf der Landwirtschaftlichen Bundesversuchswirtschaften GmbH im Marchfeld statt. Die Annahme, dass biologische Landwirtschaft zur Erhöhung der Biodiversität beitrage und somit auf biologisch bewirtschafteten Äckern eine größere Artenvielfalt herrsche, ist weit verbreitet. Ergebnis dieses Versuches ist jedoch, dass beide Wirtschaftsweisen eine nahezu identische Artenzahl aufweisen. Die minimal höhere Artenzahl biologischer Flächen ist als nicht signifikant anzusehen. Somit schlägt sich die knappe Überlegenheit in der Artenzahl biologischer Flächen nicht im Shannon-Index nieder. Auf den biologischen Flächen ist eine geringere Diversität im Sinne der Auffassung Shannon-Weavers zu verzeichnen, zudem unterliegen die Arten auf den biologischen Flächen einer geringeren Evenness. Welche Faktoren schlussendlich ausschlaggebend für diesen Versuchssausgang sein mögen, wird genauer erläutert.

Zusammenfassung (Englisch)

Biodiversity includes the variety of life on all levels: species diversity, genetic diversity and the diversity of habitats and ecosystems. A rich biodiversity is the basis for the functioning of various processes in nature. The Segetalflora makes a significant contribution to improve the tilth and erosion control, provides small habitats for various beneficial organisms and increases plant health effects due to their ability to self-regulation of fields. Step further, wild herbs have valuable phytochemicals and high nutritional-physiological value that those of culture vegetables surpass by far. This describes the variety of applications incumbent arable weeds as medicinal herb and wild vegetables. The surveys are intended to determine if there are differences in the distribution of weed species between organic and conventional farmed systems and how biological crops are affected in the composition of the field flora from their environment. A survey of conventional vegetation surrounding the organic farm Rutzendorf shall document the existing arable plan communities. The vegetation surveys took place within the interdisciplinary project "MUBIL - Monitoring Umstellung auf Biologischen Landbau” (Monitoring Conversion to Organic Farming) held at the organic farm Rutzendorf from the Landwirtschaftlichen Bundesversuchswirtschaften GmbH in Marchfeld. The assumption that organic farming increase biodiversity and thus organic farmed fields hold greater richness in weed species is widespread. Result of this experiment is that both systems have almost identical numbers of segetal species. The slightly higher number of species of biological fields cant be seen as significant. Therefore the brief superiority in the number of species of biological plots is not reflected in the Shannon-Weaver-Index. In biological areas a low diversity in the sense of Shannon-Weaver view is observed, furthermore the species on biological plots are subjected to a lower evenness. What factors ultimately may be determining for this attempt denouement is explained in more detail.