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Titelaufnahme

Titel
Maßnahmen zur Enteritisprophylaxe beim Absetzkaninchen / eingereicht von Helene Pattermann
VerfasserPattermann, Helene
Betreuer / BetreuerinZollitsch, Werner
Erschienen2009
UmfangV, 77 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kaninchen, Oregano, Esparsette, Tannine, Kokzidien
Schlagwörter (EN)rabbit, origanum vulgaris, tannins, coccidiosis, sainfoin
Schlagwörter (GND)Kaninchenmast / Absetzen <Tierzucht> / Futtermittel / Futterzusatz / Haltungssystem / Enteritis / Prävention
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-874 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Maßnahmen zur Enteritisprophylaxe beim Absetzkaninchen [3.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein Fütterungsversuch wurde in zwei Durchgängen jeweils mit 96 ZIKA® Absetzkaninchen im Alter von 28 Tagen für eine Versuchsdauer von 30 Tagen durchgeführt. Die Kaninchen wurden in Gruppen zu sechst in Buchten auf Einstreu gehalten und erhielten Heu ad libitum. Ein kokzidiostatikafreies Versuchsfutter (OR), das einen reduzierten Stärkegehalt und einen erhöhten Anteil an Rohfaser enthielt, wurde mit einem handelsüblichen Absetzfutter mit Kokzidiostatikum verglichen. Zusätzlich wurden verschiedene Zusätze wie Oreganoöl, Esparsettenheu und ameisensäurehältiges Tränkwasser getestet. Ziel war, die Zuwachsleistung, Ausfälle und Durchfallerkrankungen der Kaninchen bei Fütterung ohne Kokzidiostaikum mit Hilfe dieser Zusätze zu verbessern. Im ersten Durchgang erzielte die Kontrollgruppe mit kokzidiostatikumhältigem Futter signifikant höhere Tageszunahmen, kein Tier starb und nur 2 % wiesen Durchfallsymptome auf. In der mit dem Versuchsfutter OR gefütterten Gruppe ohne Zusätze starben 47 % und 47 % wurden gegen Durchfall behandelt. Die zweite Versuchsgruppe, welche Versuchsfutter mit 0,2g Oreganoöl pro kg erhielt, unterschied sich nicht signifikant von OR. Im zweiten Durchgang erhielten alle drei Gruppen das Versuchsfutter (OR) und ameisensäurehältiges Tränkwasser. Die Versuchsgruppe T unterschied sich von der Kontrollgruppe K durch das Angebot von Esparsettenheu Die zweite Versuchsgruppe O erhielt zusätzlich zu Luzerneheu Oreganoöl auf das Futter (0,4g/kg). Die Sterblichkeitsrate der Kontrollgruppe lag bei 47 %, der Gruppe T bei 31 % und der Gruppe O bei 30 %. Kotuntersuchungen zeigten eine signifikanten Einfluss des Kokzidiostatikums Salinomycin auf die Anzahl der Kokzidien, zwischen den andern Gruppen konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Bei der Kokzidienbestimmung wurden sehr wenige hochpathogene Arten gefunden. Dies stimmt mit Befudnen zu den Todesursachen der ausgefallenen Kaninchen überein, welche zeigten, dass die Ausfälle hauptsächlich durch E. coli verursacht waren und Kokzidiose weniger eine Rolle spielte.

Zusammenfassung (Englisch)

A feeding trial was conducted in two consecutive rounds, each with 96 weaned ZIKA® rabbits of about 28 days of age. The rabbits were kept in groups of six in 16 pens with litter and hay ad libitum for 30 days. Treatments tested in the trial included a commercial diet containing an ionophoric coccidiostat (Salinomycin), a diet without coccidiostat and different supplements such as oregano oil, sainfoin hay and water supplemented with formic acid. The aim was to improve growth performance, morbidity and mortality of weaned rabbits without using a coccidiotat. The tested feed contained less starch but a higher percentage of digestible fibre. In the first experimental round, the control group which was offered the commercial diet with coccidiostat, showed significantly higher daily weight gains. No animals died and only 2 % needed an individual treatment against diarrhoea. In the group with the alternative diet but without supplement mortality was 47 % and 47 % of the animals needed medical treatment. The results for the group that was offered the alternative diet plus 0.2 g/kg oregano oil did not differ significantly from the previous treatment. In the second experimental round, all three groups were given the alternative diet from the first round and were offered water enriched with formic acid ad libitum. Treatments included the supply of sainfoin hay and the additional supplementation of oregano oil (0.4 g/kg feed). There were no significant differences between treatments. The mortality rates of the three treatments were 47 %, 31 % and 30 %, respectively. Faeces analyses showed a significant influence of the coccidiostat concerning the number of coccidia, but no effect was found for any of the other treatments. Very few highly pathogenic coccidia were detected which supports the results from the microbiological analysis, pointing to E. coli rather than coccidiosis as the main cause of mortality. It is concluded that the feeding measures and supplements tested herein are not sufficient to substitute conventional coccidiostats used in weaned rabbits. Due to increasing scepticism towards chemical prophylaxis and at the same time the growing demand for more animal friendly hsubandry systems, further research is needed, addressing alternative feed supplements and a general optimisation of rabbit production systems.