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Titelaufnahme

Titel
Nachhaltiges Flussgebietsmanagement an der steirischen Enns : der Beitrag hydromorphologischer Analysen basierend auf historischen Karten / eingereicht von Pia Bolkart
VerfasserBolkart, Pia
Betreuer / BetreuerinMuhar, Susanne
Erschienen2010
Umfang125, [9] Bl. : graph. Darst., zahlr. Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Flussgebietsmanagement Leitbild Referenz Enns Hydromorphologie historische Analysen
Schlagwörter (EN)river management guiding view reference Enns hydromorphology historical analysis
Schlagwörter (GND)Enns <Fluss> / Steiermark / Flussregelung / Geschichte
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-760 Persistent Identifier (URN)
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Nachhaltiges Flussgebietsmanagement an der steirischen Enns [4.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

An der steirischen Enns wird derzeit im Rahmen eines Gewässerentwicklungskonzeptes ein detailliertes Maßnahmenprogramm erarbeitet. In diesem Programm werden für ausgewählte Schwerpunktbereiche konkrete Maßnahmen bzw. Maßnahmenszenarien zur Verbesserung des hydromorphologischen und gewässerökologischen Zustandes, unter Berücksichtigung der Vorgaben des Hochwasserschutzes, Naturschutzes sowie der Raumplanung vorgeschlagen. Die vorliegende Arbeit befasst sich parallel dazu mit der historischen Entwicklung der Flusslandschaft Enns und analysiert die hydromorphologische Situation um 1860, kurz vor der großen Ennsregulierung, mit Hilfe gängiger Parameter auf verschiedenen räumlichen Ebenen. Für ausgewählte Schwerpunktbereiche wird zudem die historische hydromorphologische Situation der Enns-Flusslandschaften mit den Vorschlägen des Maßnahmenprogramms verglichen, um zu erörtern, welchen Beitrag die Analysen des historischen Kartenmaterials zur Beschreibung von Referenzbedingungen und in weiterer Folge zu einem nachhaltigen Flussgebietsmanagement der steirischen Enns leisten können. Die Ergebnisse der Analysen der Situation um 1860 mit Hilfe hydromorphologischer Parameter wie Sinuosität, Verteilung von Gewässertypen, Anteile von Schotterflächen sowie die Variabilität der Breiten des aktiven Gerinnes, spiegeln die typische Situation einer dynamischen Flusslandschaft mit pendelnden und mäandrierenden Abschnitten wider. Durch die Regulierungstätigkeiten wurde der Gewässertyp der Enns aber stark verändert und es kam zu stärkeren Eintiefungen und damit zu einem deutlichen Anstieg der Differenz zwischen Gewässersohle und Umland. Der Vergleich mit dem Maßnahmenprogramm zeigt, dass die morphologische Situation um 1860 zwar als hilfreicher Beitrag zur Definition der Referenzbedingungen herangezogen werden kann, aber die stark veränderten Rahmenbedingungen wie energiewirtschaftliche Nutzung, schutzwasserwirtschaftliche sowie naturschutzfachliche Anforderungen (Natura 2000) die Planungsmöglichkeiten deutlich einschränken. Durch eine literaturbasierte Diskussion über die generelle Rolle historischer Daten im Flussgebietsmanagement werden die Ergebnisse abschließend in Kontext mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Diskurs gesetzt.

Zusammenfassung (Englisch)

Currently there is a river management program („Gewässerentwicklungskonzept“) at the river Enns in Styria (Austria) in progress, in which detailed measures are proposed to improve the hydromorphological and ecological status of the riverine landscape. At the same time this diploma thesis describes the historical development of the Enns valley and analyses the hydromorphological situation around 1860, before the great regulation activities had started, with well established morphological parameters. In three different reaches the measures of the “Gewässerentwicklungskonzept” are compared with the historical morphological situation, in order to assess the contribution of the historical analyses to the description of reference conditions and furthermore to a sustainable river management at the river Enns. The results of the analyses of the situation around 1860, using parameters like sinuosity, relation of different river system elements, the percentage of sediment bars and islands and the variability of the width of the active channel, document the typical character of a pendulous and meandering river system. Due to comprehensive channel regulations, the morphological river type has been changed completely and the distance between the level of the river bottom and the floodplains has increased. The comparison of the morphological analyses with the measures of the “Gewässerentwicklungskonzept” shows that the historical data assisted as a helpful reference, but servere changes of the framework conditions, due to anthropogenic alterations, took place. Many different forms of utilization and requirements like flood prevention and nature conservation (“Natura 2000”) constrained the planning activities. A literature based discussion on the contribution of historical data analyses to the definition of reference conditions completes the thesis and puts the results in a context with the current scientific discourse.