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Titelaufnahme

Titel
Eine Analyse der Ökobilanzierung als Tool zur vergleichenden ökologischen Gebäudebewertung von Wohnhausanlagen im Neubau / Lisa Kögler
VerfasserKögler, Lisa
GutachterTreberspurg, Martin ; Neururer, Christoph
Erschienen2014
UmfangVI, 119 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Ökobilanzierung, LCA, Wohngebäude, Gebäudebewertung, Ökologie
Schlagwörter (EN)LCA, Life-Cycle-Assessment, residential building, certification, ecology
Schlagwörter (GND)Wohnungsbau / Energiebewusstes Bauen / Umweltbilanz / Indikator
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-603 Persistent Identifier (URN)
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Eine Analyse der Ökobilanzierung als Tool zur vergleichenden ökologischen Gebäudebewertung von Wohnhausanlagen im Neubau [2.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anwendung des Life-Cycle-Assessment (LCA) oder der Ökobilanz erlebte in der ökologischen Gebäudebewertung in den letzten zwei Jahrzehnten einen enormen Boom. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, Grenzen und Nutzen des LCA in diesem Anwendungsgebiet aufzuzeigen. Der Theorieteil zeigt, dass einige der ökologischen Kriterien oder Aktionsfelder außerhalb der ökobilanziellen Darstellungsfähigkeit liegen und die Genauigkeit der LCA-Ergebnissen durch verschiedene Unsicherheitsfaktoren limitiert ist. Das LCA stellt aber die Methode der Wahl dar, um Trade-Offs und Interdependenzen sichtbar zu machen und Auswirkungen auf den globalen Klimawandel oder den Primärenergieeinsatz zu bewerten. Im Praxisteil wird untersucht, ob die Informationen aus den LCAs durch Einschränkung der räumlichen und zeitlichen Bilanzierungsgrenzen und Reduktion der Indikatoren gebündelt werden können. Den Rahmen hierfür bilden elf Beispielprojekte von Wohnhausanlagen im Neubau. In der Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus ist eine Konzentration auf die Indikatoren Treibhausgaspotential (GWP) sowie Primärenergieinhalt gesamt und nicht erneuerbar (PE, PE ne) gerechtfertigt; Sie haben sich für die restlichen Indikatoren (Versauerungspotential, Eutrophierungspotential und Ozonschichtabbaupotential), mit Ausnahme des Photochemischen Ozonbildungspotential, als richtungsweisend gezeigt. Korrelationen der Indikatoren untereinander sowie vereinzelt mit spezifischen Bauprodukten und schichten, konnten phasenabhängig aufgezeigt werden. Die Erweiterung des Ökoindikators vom OI3BG0 zum OI3BG3,BZF, wie in der Praxis bereits weitgehend realisiert, zeigte sich als zukunftsweisend, allerdings wird eine Erweiterung des OI3 auf den Indikator Primärenergieinhalt gesamt und beim OI3BG3,BZF eine Umgewichtung der Indikatoren (GWP, PE ne und AP) zueinander empfohlen.

Zusammenfassung (Englisch)

The application of the Life-Cycle-Assessment (LCA) in the ecological evaluation of buildings got an enormous upturn during the last two decades. The goal of this master thesis is to show limits and uses of the LCA applied in that scope. The theoretical part of the master thesis shows that some of the ecological criteria or issues are beyond the capability of LCA techniques and that the accuracy of LCA-results is limited by diverse uncertainty-factors. With regard to demonstrating Trade-Offs and interdependencies LCA has been established as the method of choice. The same holds true for the assessment of influences on global warming and primary energy consumption. The attempt of the empirical research was to bundle the information gained in LCAs by restricting spatial and temporal accounting boundaries and reducing the number of indicators. Therefor, eleven sample projects of new residential buildings provide the framework. The Global Warming Potential (GWP) and total as well as non-renewable Primary Energy Content (PE, nr PE) worked in LCAs covering the whole life-cycle as good proxy-indicators for most other indicators such as Acidification Potential (AP), Eutrophication Potential and Ozone Depletion Potential. The only exception is Photochemical Ozone Creation Potential which wasnt linked to any indicator. In different temporal phases correlations between the indicators as well as with specific building materials and layers were identified. Switching from OI3BG0 to OI3BG3,BZF in building evaluation as applied in practice was recognized as forward-looking. It is recommended to add total Primary Energy Content to the present list of indicators (GWP, nr PE, AP) and to modify the current indicator-weighting factors in OI3BG3,BZF.