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Titelaufnahme

Titel
Perinatales Verhalten von Jungsauen : Beziehungen zu Ergebnissen eines Verhaltenstestes und Ferkelsterblichkeit / vorgelegt von Martin Weber
VerfasserWeber, Martin
Betreuer / BetreuerinLeeb, Christine ; Winckler, Christoph
Erschienen2014
Umfang89 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)maternales Verhalten, Jungsau, Ferkelerdrückung, Annäherungstest, Ferkelsterblichkeit
Schlagwörter (EN)maternal behaviour, gilt, crushing, approach test, piglet mortality
Schlagwörter (GND)Jungsau / Perinatalperiode / Verhaltensforschung / Ferkel / Sterblichkeit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-568 Persistent Identifier (URN)
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Perinatales Verhalten von Jungsauen [1.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bedeutung des maternalen Verhaltens für die Aufzuchtleistung von Sauen ist unumstritten, insbesondere in Abferkelsystemen ohne Fixierung der Muttersau. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reaktivität von Sauen in Verhaltenstests in Beziehung zum maternalen Verhalten sowie zur Reproduktionsleistung steht. Ziel der Studie war es, zu überprüfen, ob Beziehungen zwischen den Verhaltensweisen von Jungsauen in der peripartalen Phase zu quantitativen und qualitativen Ergebnissen eines freiwilligen Annäherungstestes an eine Person in einer Testarena bestehen. Dazu wurde das peripartale Verhalten von 16 Jungsauen auf vier österreichischen Bioferkelerzeugerbetrieben mit freien Abferkelsystemen mittels Videokameras aufgezeichnet und durch kontinuierliche Beobachtung jeweils 12h prae bis 24h post partum ausgewertet und anschließend in Relation zu Ergebnissen eines vorher durchgeführten Arena-Annäherungstestes sowie zu Reproduktionsleistungen gesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass Zusammenhänge zwischen peripartalem Verhalten und quantitativen Parametern des Annäherungstestes bestehen. Jungsauen, die sich schneller an die Testperson annäherten und in unmittelbarer Nähe länger dort verweilten, waren eher unruhig, zeigten weniger Nestbauverhalten, mehr Positionswechsel und häufigeres Abliegen in der postpartalen Phase, was zu mehr Erdrückungen von Ferkeln sowie zu höheren Gesamtferkelverlusten führte. Eine Beziehung zwischen qualitativen Parametern und dem Verhalten rund um die Geburt konnte nicht gefunden werden. Die Resultate müssen jedoch aufgrund des geringen Stichprobenumfanges von nur 16 Tieren mit Vorsicht interpretiert werden. Es können daher noch keine abschließenden Empfehlungen ausgesprochen werden, den verwendeten Annäherungstest als indirektes Selektionstool in der Zuchtstufe für Jungsauen zu verwenden. Folgestudien mit größeren Tierzahlen sind dafür erforderlich.

Zusammenfassung (Englisch)

The importance of maternal behaviours of sows for reproduction performance is undisputed, especially in free farrowing systems. Previous investigations have shown that the reactivity of sows shown in behavioural tests is associated with maternal care and reproduction performance. The aim of this study was to describe the relationship between quantitative and qualitative results of a voluntary human approach test in an arena, and the behaviour of gilts in the peripartal period. For this purpose, the peripartal behaviour of 16 gilts from four organic farms in Austria with free farrowing systems was examined and analysed in relation to the results of an approach test in an arena and reproductive performance. Peripartal behaviour was video recorded and analysed using continuous behaviour recording. The findings show that while there are relationships between quantitative results of the approach test and peripartal behaviour, a link between qualitative outcomes and peripartal behaviour was not found. Gilts, which showed a faster approach to the test person, were more restless. I.e. they stayed close to the test person for a longer period, were less calm and showed less nest building behaviour before birth. These animals also showed more changes in position, lay down more often, and rested for shorter periods in a lateral position in the postpartal period. These behavioural patterns led to a higher crushing rate of piglets, and to higher mortality rates in general. These results must, however, be interpreted with caution due to the small sample size of 16 gilts. So far, implementing an approach test as a selection tool for gilts in the breeding stage cannot be recommended. For more valid results, further research using larger sample sizes is needed.