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Titelaufnahme

Titel
Landschaften im Wandel : der Umgang mit ihren Spuren und Schichten am Beispiel des Erzberges / von Roland Schmidt
VerfasserSchmidt, Roland
Betreuer / BetreuerinFrohmann, Erwin
Erschienen2009
Umfang110 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Landschaft Folgelandschaft Bergbau postindustriell Erzberg Dessau-Bitterfeld Erz Braunkohle
Schlagwörter (EN)landscape post-industrial landscape mining Erzberg Dessau-Bitterfeld ore coal
Schlagwörter (GND)Erzberg / Eisenerz / Deindustrialisierung / Bergbaunachfolgelandschaft / Landschaftsentwicklung / Landschaftsplanung / Dessau-Wörlitzer Gartenreich / Bergbaunachfolgelandschaft / Landschaftsplanung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-113 Persistent Identifier (URN)
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Landschaften im Wandel [22.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Landschaften sind einem ständigem Prozess der Wandlung unterworfen. In den westlichen Industrieländern wird diese landschaftsbezogene Wandlung gegenwärtig durch die stattfindende Deindustrialisierung verursacht. Dieser, von ästhetischen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen geprägter Prozess wirft die Frage nach dem zukünftigen Umgang mit Landschaft auf. Diese Arbeit untersucht den Wandlungsprozess zweier Landschaften und den Umgang mit den landschafltichen Spuren und Schichten ihrer industriellen Epoche. Zum einem ist das die Landschaft Dessau-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, Deutschland, zum anderen die Landschaft Erzberg-Eisenerz in der Steiermark, Österreich, die durch eine fast 1400jährige Geschichte des Eisenerzabbaues geprägt ist und in der der erzführende Berg und die durch den Erzabbau entstandene Stadt untrennbar miteinander verbunden sind. Die Landschaft Dessau-Bitterfeld hat ihren industriellen Wandlungsprozess schon abgeschlossen, dies macht sie zum Referenzbeispiel für die Landschaft Erzberg-Eisenerz. Ziel dieser Arbeit ist es, Handlungsperspektiven aus Sicht der Landschaftsarchitektur für die Landschaft Erzberg-Eisenerz nach dem Ende des Bergbaues zu entwickeln. Die Handlungsperspektiven werden aus den aus Untersuchung und Analyse der beiden Landschaften gewonnenen Erkenntnissen entwickelt. Dabei wurden die Landschaften nach unterschiedlichen Methoden der Raumwahrnehmung und der landschaftsstrukturellen Aufnahme sowie über ExpertInnneninterviews analysiert. Die Handlungsperspektiven wollen das Bestehende mit neuen Entwicklungen verweben und die landschaftlichen Spuren und Schichten der industriellen Epoche anerkennen und erfahrbar bleiben lassen. In die Landschaft Erzberg-Eisenerz übersetzt, bedeutet das eine sukzessive Entwicklung des Erzberges hin zu einem öffentlichen Raum für neue Perspektiven. Die industrielle Geschichte und Identität der Landschaft bleibt weiterhin erfahrbar, um daraus neue Zukunftsperspektiven und Entwicklungsprozesse für die Landschaft Erzberg-Eisenerz abzuleiten. Die Handlungspersperktiven sind: Erzberg als Raum in dem Sukzession, Erzberg als öffentlicher Freiraum und Erzberg als Raum für Visionen, Wissensproduktion und Wissensaustausch.

Zusammenfassung (Englisch)

Landscapes are always in a dynamic state of transformation. In the western industrialized countries these landscape-related change is caused by the actual process of deindustrialisation. This, from aesthetical, social, ecological and economical challenges affected process, brings up the question how to deal with landscapes in future. This assignment analyzes the transformation of two landscapes and how the industrial traces and layers in the landscape are processed within the development process. One landscape is Landschaft Dessau-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, Germany, the other landscape is Landschaft Erzberg-Eisenerz in Styria, Austria, which is characterized by nearly 1400 years of ore mining and where the ore-containing mountain and the through the oremining emerged city are intrinsically tied together. As Landschaft Dessau-Bitterfeld has already finished its industrial transformation process it can be taken as a reference for Landschaft Erzberg-Eisenerz. Objective of this assignment is to develop from a landscapearchitectural point of view models of interaction for Landschaft Erzberg-Eisenerz after the end of ore-mining. These models of interaction emerge out of the analyzis of the two landscapes. The landscapes were analyzed with certain landscape-architectural and social-scientific methods. These models of interaction are an effort to step out of existing archetypes and define new position in the process of landscape development. The models of interaction want to interweave the excisting with the new and to appreciate the industrial traces and layers and keep them experienceable. Translated to Landschaft Erzberg-Eisenerz these models propose a development of the Erzberg as Erzberg itself and to refrain from masking or framing its Gestalt and identity. Thus Erzberg as Erzberg means a successive development of the Erzberg as an open space of new possibilities in which the industrial history and identity of the landscape and its people can be still experienced and that out of this very fact new future perspectives and developmentprocesses for Landschaft Erzberg-Eisenerz can be generated. The model of interaction are: Erzberg as space of succession, Erzberg as public space and Erzberg as space of vision, knowledgeproduction and exchange.