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Titelaufnahme

Titel
Validität von positiven Indikatoren für das Wohlbefinden bei Milchkühen : Auswirkungen von sozialem Lecken (Receiver) und der Bürstennutzung auf die Herzfrequenz / eingereicht von Anna-Maria Regner
VerfasserRegner, Anna-Maria
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph
Erschienen2007
UmfangIII, 71 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Milchkühe Soziales Lecken Herzfrequenz Wohlbefinden Komfortverhalten
Schlagwörter (EN)dairy cows social licking heart rate comfort behaviour welfare
Schlagwörter (GND)Milchkuh / Sozialverhalten / Lecken / Herzfrequenz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-97 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Validität von positiven Indikatoren für das Wohlbefinden bei Milchkühen [0.75 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es, anhand der Herzfrequenz zu untersuchen, ob soziales Lecken des Rindes als positiver, auf ein hohes Maß an Wohlbefinden hindeutender Indikator für die Beurteilung des Ergehens der Tiere herangezogen werden kann. Darüber hinaus wurde der Einfluss der Bürstennutzung auf die HF untersucht. Die Annahme war, dass ein Absinken der HF während des Belecktwerdens bzw. der Bürstennutzung auf einen beruhigenden Effekt schließen lässt. Die Untersuchung wurde an 20 Fokustieren einer Milchviehherde in einem Tretmiststall mit Auslauf durchgeführt. An 16 Tagen wurde die Herzfrequenz nach dem Morgenmelken gemessen. Alle Leckinteraktionen (spontan, nach Aufforderung, nach agonistischen Interaktionen) und die Bürstennutzung wurden kontinuierlich aufgenommen. Die Grundaktivitäten (Fressen, Stehen, Liegen) wurden mittels scan sampling erfasst. Die Auswertung der Daten erfolgte mittels gemischter linearer Modelle. Das Belecktwerden verursachte im Mittel nur sehr geringfügige Veränderungen der Herzfrequenz und es lag kein signifikanter Einfluss auf die HF vor. Ein signifikanter Rückgang der HF trat jedoch auf, wenn das Belecken nach Aufforderung stattfand; dies konnte nur bei stehenden oder sich am Fressplatz befindlichen Tieren beobachtet werden. Es lagen große intra- und interindividuelle Unterschiede in der Auswirkung auf die HF vor. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann soziales Lecken bisher nicht als positiver Parameter für die Beurteilung des Ergehens von Milchkühen empfohlen werden. Während der Bürstvorgänge stieg die Herzfrequenz leicht an, was vermutlich auf die vermehrte motorische Aktivität zurückzuführen ist. Ein Entspannungseffekt im Sinne des Absinkens der HF wurde hier ebenfalls nicht nachgewiesen. Die Nutzung von Bürsten kann jedoch im Hinblick auf die Funktion für die Körperpflege als positiv eingestuft werden.

Zusammenfassung (Englisch)

It was the aim of this study to investigate if, based on heart rate measurements, social licking may be used as a positive indicator of animal welfare. Furthermore, the effect of using cow brushes on heart rate was studied. The basic assumption was that a decrease in heart rate when being licked or using the brushes would indicate a calming and relaxing effect. The study was carried out during October and November 2005 in an Austrian Fleckvieh dairy herd housed in a sloped floor system.20 focal animals were fitted with heart rate monitors after the morning milking.Social licking interactions (spontaneously, after solicitation, following agonistic interactions) and brushing events were continuously observed. Additionally, feeding, standing and lying were recorded using scan sampling. Data were analysed using linear mixed models. On average heart rate changed only slightly and not significantly when animals were licked. However, a significant decrease was observed when licking occurred after solicitation; this was the case in standing animals and animals standing at the feeding place. In general, there were pronounced intra- and inter-individual differences in the magnitude and direction of changes in heart rate. Heart rate increased during brushing events, which presumably was due to increased motor activity.In conclusion, cows may experience being licked as positive if social licking has been solicited and possibly the preferred body regions can be presented. However, based on the present results social licking cannot be recommended as a positive welfare indicator representing overall relaxing and calming effects in dairy cattle. A calming effect in terms of reduction in heart rate was also not found when cows used brushes. However, the presence and use of brushes can be regarded positive for animal welfare from the skin care effects only.