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Titelaufnahme

Titel
Einflüsse der Haltungsumwelt und der Genetik auf das gegenseitige Besaugen beim Rind / eingereicht von Bernhard Rinnhofer
VerfasserRinnhofer, Bernhard
GutachterWinckler, Christoph
Erschienen2008
UmfangII, 89 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Gegenseitiges Besaugen Saugverhalten Rind Haltungsbedingungen genetische Parameter
Schlagwörter (EN)cross-sucking sucking behaviour cattle housing conditions genetic parameters
Schlagwörter (GND)Rind / Abweichendes Verhalten / Saugen / Haltungssystem / Vererbung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-61 Persistent Identifier (URN)
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Einflüsse der Haltungsumwelt und der Genetik auf das gegenseitige Besaugen beim Rind [1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es, die Einflüsse der Haltungsumwelt und der Genetik auf das gegenseitige Besaugen bei Rindern zu ermitteln. Außerdem sollte ein Überblick über die Ist-Situation in Niederösterreich gegeben werden. Dazu wurde eine Fragebogenerhebung durch die Kontrollassistenten auf allen Milchleistungskontrollbetrieben in Niederösterreich durchgeführt. Die Sauger und Besaugten wurden mittels Tierliste erhoben, um eine genetische Auswertung durchführen zu können. Die Daten wurden deskriptiv und multivariat mit dem Statistikprogramm SAS (2003) ausgewertet. Die Parameterschätzung und die Zuchtwertschätzung wurden mit den Programmen VCE5 und PEST durchgeführt. Aufgrund der vielen Faktoren, die das Problem beeinflussen, konnte in der beschreibenden Statistik keine eindeutige Faktorkombination ermittelt werden, die das gegenseitige Besaugen verringern oder beseitigen kann. Allerdings konnte sehr gut die derzeitige Situation des Problems dargestellt werden. Bei der Varianzanalyse wurde gezeigt, dass das Haltungssystem eine nicht unwichtige Rolle spielt. Ein Einfluss der Rasse konnte signifikant bestätigt werden. Die Rasse Holstein hatte ein signifikant geringeres Problem als die Rassen Fleckvieh und Braunvieh. Zwischen Braunvieh und Fleckvieh gab es keine signifikanten Unterschiede. Dass aber auch die Genetik eine gewisse Rolle spielt, konnte mit der Heritabilitätsschätzung bewiesen werden. Es wurde eine Heritabilität für das Merkmal Sauger von 3,7 Prozent festgestellt. Dass ist zwar ein relativ geringer Wert, liegt aber im Bereich der Fitnessmerkmale und kann deshalb auch züchterisch bearbeitet werden. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Stieren einer Rasse, wurde anhand der Zuchtwertschätzung für die Stiere der Rasse Fleckvieh bewiesen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study was to investigate inter-sucking and cross-sucking of dairy cattle with regard to the influence of environmental and management factors as well as genetic parameters. For this purpose, a questionnaire about the housing and feeding conditions was given to all farms in Lower Austria which belonged to the milk recording scheme. The questionnaire was carried out by the person who is responsible for the milk recording. Another aim of this study was to get some information about the current situation regarding inter- and cross-sucking on the farms. Out of the 4300 farmers in Lower Austria, 2800 completed the questionnaire. In order to get also some genetic information, the farmers had to identify the animals which show this behaviour by the eartag number. The collected data was entered into Excel and the analysis was done using the statistical program SAS (2003). To estimate the genetic parameters the program VCE5 was used and breeding value estimates were obtained using the program PEST. In the descriptive analysis it was very difficult to get some clear results because the problem is influenced by many factors. However, it was possible to describe the current situation and it was very interesting that only one third of the farmers did not declare to have a problem with inter- or cross-sucking. The problem will also be reduced if the duration of milk intake will increase or the calves are weaned later on. Another significant influence was the breed. Inter- and cross-sucking was less frequently mentioned by Holstein Friesian farmers as compared to Brown Swiss and Simmental farmers. There was no significant difference between Brown Swiss and Simmental. Heritability for inter/cross-sucking was 0.037 which is in the range of fitness traits such as fertility. Breeding values differed markedly between bulls. Therefore inter- and cross-sucking may be improved by a consequent breeding strategy.